Heimatabend fürs Herz zur Nentershäuser Kirmes

Hoch konzentriert: Die jungen Jazztänzerinnen präsentierten eine ausgeklügelte Choreographie. Fotos: Meyer

Nentershausen. Tänze, Sketche und vor allem viel zu lachen gab es am Freitag beim Heimatabend zur Kirmes in Nentershausen

Vielleicht dachte Nentershausens Ortsvorsteher Kurt Gawletta an die vielen Paare, die sich bei Kirmes-Feiern gefunden haben, als er in seinem Grußwort vor Beginn der Darbietungen des Heimatabends auf seinen gerade begangenen 48. Hochzeitstag hinwies und die Besucher aufforderte: „Wenn Sie jemanden gut leiden können, dann sagen Sie ihm, dass Sie ihn gut leiden können.“

Dafür bekam Gawletta viel Applaus und hatte so gleich zu Beginn für eine ausgelassene Atmosphäre gesorgt. Den Rat des Ortsvorstehers setzte der Kinderchor darauf in die Tat um und stimmte ein Lied der Sportfreunde Stiller an: „Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist!“

Der Abend in Bildern

Heimatabend der Kirmes Nentershausen

Komische Alte: Magdalena Spohr, Andrea Knopfler und Birgit Heußner-Hödicke bei einem Sketch.

Was folgte, war ein umfangreiches, mit viel Einsatz ausgearbeitetes Heimatabend-Programm: Da tanzten die zu Mäusen gewordenen Kinder der Jazzgruppe um ein buntes Tuch, da verirrten sich Dieter Rothhardt und Siglinde Krones im Dschungel der Fremdwörter, da präsentierte die Jazztanzgruppe „Girls only“ eine ausgefeilte Choreographie. „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“, schmetterte der Männergesangverein, bevor Ira Gawletta als orientalische Bauchtänzerin über die Bühne wirbelte.

Könige von Mallorca: Artur Hermann und Werner Mangold bei ihrem Auftritt.

Die Schützen verwandelten die Bühne in ein Altersheim, das niemand je bewohnen möchte, und die Turnerinnen ließen ausgeklügelte Puppen in Kniehöhe festlich tanzen. Eine energiegeladene Vorstellung zeigte die Step-Aerobic-Gruppe, und der Siedlerchor Eintracht machte das Festzelt zum mallorquinischen Ballermann, bevor mit den Line-Dancern die Country-Musik auf die Bühne kam. Die verwandelte die Gruppe „Wilde Hilden“ hinterher in eine schwarz-rot-goldene Fußball-Fanmeile, bevor die verkleideten Sportler des SC Tannenberg einen Einblick in ganz ungewöhnliche Aufwärmmethoden zu Tanzmusik gaben.

Im Dirndl führte Silke Schneider durch das abendfüllende Programm.

Nur eine schlechte Nachricht gab es am Heimatabend: Elisabeth Giptner-Mengel, Vorsitzende des Sportvereins und Kirmes-Veranstalters TV Germania, gab bekannt, sie werde nach 13 Jahren nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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