Heimatabend Bebra war "very very good" - "sehr, sehr gut"

Der alte und der neue: Bürgermeister Horst Groß, links, schenkte seinem Nachfolger Bauhelm und Warnweste.

Bebra. „Ihr seid Bebra! Das war spitze!“, befand Moderator Friedhelm Claus, und ein ganzes Zelt voll jubelnder Bebraner gab ihm recht.

Die Auftritte der türkischen Kindertanzgruppe, bei denen die Kinder in orientalischen Gewändern schließlich schuhplattlernd zu bayrischer Hüttengaudi-Musik tanzten, waren Höhepunkte des Heimatabends beim Heimat- und Erntedankfest in Bebra.

Nach der Begrüßung der Gäste aus der englischen Partnerstadt Knaresborough („Ihr habt ein königliches Baby, wir haben einen neu gewählten Bürgermeister“), holte Bürgermeister Horst Groß seinen Nachfolger Uwe Hassl auf die Bühne und setzte ihm einen Bauhelm auf - Symbol dafür, dass viele Baustellen in Bebra gerade die Stadt verwandeln. Dann begann das abwechslungsreiche Programm.

Mädchen und Jungen der Brüder-Grimm-Grundschule tanzten das wilde Buchstabenlied, und von da an herrschte Partystimmung im großen Festzelt. Die Sängerinnen und Sänger des Gilfershäuser Kinderchores Gilfpeppers sangen „Lollipop“. Zwei umjubelte Auftritte hatten Gruppen der sozialen Förderstätten: Menschen verwandelten sich hier in Instrumente und später in in der Dunkelheit leuchtende Straußenvögel.

Ihr Comeback feierten nach zwei Jahren die Bebraer Kabarettistinnen Hanne Gerlach und Beate Richter und stellten in ihrem Vortrag die verrückte Welt der Schönheitsideale auf den Kopf. Krampfadern und Hängebusen erhoben sie zum Ideal.

Fotos: Heimatabend im Festzelt auf Mehrzweckplatz

Kirmes in Bebra: Heimatabend im Festzelt auf Mehrzweckplatz

Lebende Bilder zauberte Gerhard Hose von der Kirmesgruppe als Maler Pierre auf die Bühne, Alice Leischner und Gabi Jahn vom Schrebergartenverein kündigten dem aus dem Amt scheidenden Bürgermeister an, dass der zu Hause bald Kartoffeln schälen darf.

Furioser Abschluss des Programms war der energische Auftritt der Tänzerinnen von der Tanzgruppe Dischert vor dem finalen und gemeinsam gesungenen Abschiedslied: „Hessenland, mein Heimatland“.

Friedhelm Claus hatte charmant durch den Abend geführt und das Eisenbahn-Blasorchester für Untermalung gesorgt. „Very very good“, befand hinterher einer der Gäste aus Knaresborough. (zmy)

Quelle: HNA

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