Jugendfußball: Heftige Tumulte bei Spiel in Friedewald

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Trainer der JSG Hohenroda/Schenklengsfeld/Friedewald:Horst Schleinig

Friedewald. Hohe emotionale Wellen schlug das Gruppenligaspiel der A-Junioren-Fußballer am Mittwochabend in Friedewald.

Die Partie zwischen der JSG Hohenroda/Schenklengsfeld/Friedewald und dem FSV Hohe Luft wurde nach Tumulten in der 80. Minute beim Stand von 2:1 von Schiedsrichter Patrik Bardt abgebrochen

Auslösender Punkt war die Rote Karte gegen einen Gästespieler in Minute 77. Der sei nach den Worten von Horst Schleinig, dem Trainer des Gastgebers, auf einen seiner Spieler losgegangen, sei „richtig abgehoben“, habe mit den Stollen Rippen und Seite des Spielers getroffen – und als dieser am Boden lag, habe er noch einen Schlag oder Tritt am Kopf erhalten.

Damit nicht genug: Nachdem Hohe Lufts Spieler die Rote Karte erhalten hatte, sei ein Gäste-Zuschauer aufs Spielfeld gelaufen und auf einen weiteren Spieler des Gegners losgegangen. Dieser habe, so Schleinig, „volle Pulle auf die Nase bekommen“, habe geblutet und eine dicke Lippe gehabt, „ich stand direkt daneben“.

Ein zusätzlicher Spieler des Gastgebers habe einen Schlag an den Hinterkopf bekommen. „Da lagen schon mal drei“, bemerkte Schleinig. Das wilde und von Emotionen überzogene Gemenge habe sich dann zum Glück getrennt, durch das Einschreiten der Platzordner, auch Hohe Lufts Trainer Dominic Pelikan sei hinzugekommen.

Bis zum Zeitpunkt der Roten Karte habe es einige Fouls im Derby gegeben, sagt Schleinig. „Es ging halt zur Sache“, Spieler hätten auch den Schiedsrichter angegriffen.

Eine etwas andere Sicht der Dinge hat Hohe Lufts neuer Jugendleiter und A-Junioren-Trainer Dominic Pelikan. „Im Endeffekt haben wir uns hinreißen lassen“, sagte er, „die Provokationen während des gesamten Spiels haben den Ausschlag gegeben“.

Das Spiel habe sein Team ruhig begonnen, es habe harte Zweikämpfe, aber auch Nickligkeiten beiderseits gegeben. Der Schiedsrichter habe es versäumt, darauf zu reagieren. Provokationen von Spielern der gegnerischen Mannschaft seinen im zweiten Abschnitt weitergegangen, fügt Pelikan hinzu, ein Spieler seines Teams sei zu ihm gekommen und habe ihn um seine Auswechslung gebeten, weil er damit nicht mehr klargekommen sei.

Nach der Roten Karte sei ein Zuschauer Hohe Lufts aufs Spielfeld gelaufen und wollte „Theater machen“. Dass der bestrafte Spieler gesagt habe, er könne „ja jetzt richtig loslegen“, das könne schon sein, bemerkte der FSV-Trainer. Pelikan sagte aber auch, dass die anderen Zuschauer versucht hätten zu schlichten. „Tritte kann ich nicht bestätigen. Schläge auch nicht. Das hab’ ich nicht gesehen.“ Dass der Schiri das Spiel abgebrochen hat sei völlig richtig gewesen. (wk)  

• Anmerkung: Die Namen der Spieler sind unserer Redaktion bekannt

Quelle: HNA

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