Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Handelszentrum: Riesenbaustelle mitten in Bebra

Bebra. Das Handelszentrum in Bebra wächst zurzeit buchstäblich aus dem Boden: Rund 30 Bauarbeiter bevölkern die Baustelle, betonieren die Wände des Erdgeschosses I und die zugehörigen Stützen und Decken. Außerdem wird die Decke des Erdgeschosses geschalt, erklärt Projektleiter Reiner Friedrich.

Zwei Riesenkräne überspannen derzeit das Areal. Schon in einem knappen Jahr soll hier das neue innerstädtische Handelszentrum fix und fertig stehen, versichern Albert Hess (Neuenstein), einer der beiden Architekten, und Stefan Knoche, Geschäftsführer der Stadtentwicklung Bebra, dem Bauherrn des Objekts. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, sagt Knoche. Bis Weihnachten sollen das untere Geschoss des Einkaufszentrums und die Bodenplatte für den Aldi-Markt fertig sein.

Das Erdgeschoss I bekommt einen ebenerdigen Zugang von der Nürnberger Straße her. Von hier aus betritt man das neue Einkaufszentrum ab dem 25. September des nächsten Jahres und kommt in eine helle, 50 Meter lange Mall mit Glasdach. Innen gibt es „immer schönes Wetter“, sagt Albert Hess. Links und rechts vorne befinden sich dann ein Café, ein China-Imbiss, man kann an der Nürnberger Straße draußen sitzen oder in der Mall.

Über zwei Etagen erstreckt sich künftig das Modehaus Passerella entlang der Bismarckstraße. Im rechten Teil der Mall befindet sich später im unteren Geschoss das Parkhaus, darüber zieht ein dm-Drogeriemarkt ein, der von der Apothekenstraße aus ebenerdig zugänglich sein wird. Zwischen dem Postgebäude und dem Seniorenzentrum entsteht der neue Aldi-Markt mit Zufahrt von der Bahnhofstraße aus.

Das prägende Gebäude Semms Ecke wird aufwendig restauriert, erläuterten Bauleiter Albert Hess und Stefan Knoche von der Stadtentwicklung Bebra. So werden unter anderem Steine aus dem abgebrochenen Nebenhaus verwendet. Die Hülle des Hauses sei schon weitgehend fertig, alle Arbeiten für den Innenausbau vergeben, bis auf die Haustechnik. Clou sei die gastronomische Nutzung durch einen Gastronomen mit kleinem Café im Erdgeschoss der Mall und Außennutzfläche.

Insgesamt soll die Sanierung des alten Gebäudes rund eine halbe Million Euro kosten.

Klar erkennbar bleibe die Optik Alt und Neu, betonte Hess. Zwischen der Mall und Semms Ecke werde ein „Gelenk“ aus Glas entstehen, eine dunkle Metallfassade bekomme der Eingangsbereich der Mall (Nürnberger Straße).

• Fassadengestaltung: Die Fassade werde vertikal gegliedert, so wie die Struktur der Bauten im Stadtgebiet. Geplant ist ein heller Putz.

• Treppenhaus: An der Nürnberger Straße ist ein Betonbauwerk zu sehen, bei dem es sich um ein Treppenhaus handelt. Rechts und links des Bauwerks wird man später ins Parkhaus beziehungsweise wieder hinaus- fahren.

• Bismarckstraße: Von hier aus gesehen liegt nur eine Etage des Handelszentrums über dem Bodenniveau.

• Grünspange: Zwischen Bahnhof, der Mall und dem Knaresborough-Platz (vor der Post) soll eine grüne Spange entstehen, ein von Bäumen gesäumter Weg.

• Der Bauherr des Projekts, die Stadtentwicklung Bebra GmbH, wurde im Jahr 2009 unter anderem gegründet, um die Innenstadt zu stärken. Mit der SEB behält die Stadt Bebra das Heft des Handelns, denn die SEB macht die Mietverträge für das Handelszentrum.

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Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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