Stadtverordnete stimmen Bürgschaft über 13 Millionen Euro  zu

Weg für das Handelszentrum Bebra ist frei

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Das Einkaufszentrum Bebra von außen: So soll das Gelände zwischen Nürnberger Straße, Bismarckstraße und Bahnhofstraße bebaut werden. Der Parkplatz hat Raum für 170 Autos.

Bebra. Jetzt wird es ernst für das neue Einkaufszentrum in der Mitte Bebras. Die Stadtverordneten haben am Donnerstagabend den Bebauungsplan für das Areal zwischen Bahnhofstraße und Nürnberger Straße mit großer Mehrheit genehmigt.

Außerdem gewährt die Stadt der Stadtentwicklung Bebra (SEB) eine Bürgschaft über 13 Millionen Euro, damit das Handelszentrum gebaut werden kann.

Bis zum Frühjahr 2014 soll das Gelände im Herzen der Stadt bebaut sein. Laut SEB-Geschäftsführer Stefan Knoche sind die wichtigsten Mieter bereits im Boot. Nun sollen noch die letzten Flächen vermietet werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung sollen die zwölfmonatigen Bauarbeiten Ende März 2013 beginnen.

Auf 6000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll das Einkaufszentrum Platz für Einzelhändler bieten. Schon seit Mai ist bekannt, dass das Bebraer Modehaus Passerella einer der größten Mieter sein wird. Ein breites Sortiment an Textilien bilde das Herzstück des Zentrums. Daneben würden ein Schuhgeschäft, eine Buchhandlung und ein Haushaltswarenladen zu den Mietern zählen. Ein Drogeriemarkt komme ebenfalls im Handelszentrum unter, sagt Knoche.

Lichtdurchflutetes Atrium

Blick ins Innere: So soll es im Einkaufszentrum aussehen. Durch die Säulenbauweise kann der Zuschnitt der Geschäfte bei Bedarf noch geändert werden.

Das Hauptgebäude des Einkaufszentrums entsteht im Dreieck von Nürnberger Straße und Bismarckstraße. Das Eingangsportal lehne sich stilistisch an den benachbarten Altbau Semms Ecke an. Im Inneren werden die Geschäfte von einem lichtdurchfluteten Atrium mit Gastronomie verbunden. „Durch die Säulenbauweise kann bei Bedarf der Zuschnitt der Shops verändert werden“, sagt Knoche. So sei es auch langfristig möglich, die Ladenflächen an den Bedarf der Mieter anzupassen.

In einem zweiten Gebäude direkt am Parkplatz mit Raum für 170 Autos kommt ein Lebensmitteldiscounter unter. Welcher es wird, will Knoche noch nicht verraten. Es gehe darum, die Kundschaft für den Wocheneinkauf in die Innenstadt zu locken.

„Das Ziel bleibt klar: Wir wollen die Einkaufsstruktur in Bebra verbessern, aber nicht zulasten des bestehenden Einzelhandels“, sagt Bürgermeister Horst Groß. Das neue Handelszentrum solle Anbieter beherbergen, die in der Innenstadt bislang fehlen und für die es derzeit keine ausreichenden Flächen in Bebra gebe.

Die SEB ist 2009 eigens gegründet worden, um das Areal rund um den Knaresboroughplatz zu entwickeln. Partner ist der Projektentwickler Converticon mit dem Hersfelder Geschäftsführer Martin Knauff. Geplant wurde das Einkaufszentrum von der Architektengemeinschaft Werner Fuchs (Bad Hersfeld) und Albert Hess (Neuenstein).

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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