Sanierung endlich vor Abschluss: Hallenbad öffnet am 24. Oktober

Rotenburg. Endspurt der Handwerker im Rotenburger Hallenbad: Am 24. Oktober soll die seit 2010 geschlossene Schwimmhalle am Breitinger Kirchweg endlich wieder eröffnet werden.

Der Termin werde auf jeden Fall gehalten, bekräftigt Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU). „Wir wollen eher darüber reden, ein paar Tage früher fertig zu sein“. Bei einem schönen Spätsommer könne das Freibad noch bis weit in den September geöffnet bleiben. Dann soll es mit möglichst geringer Wartezeit im sanierten Hallenbad weitergehen.

Rotenburger Hallenbad öffnet endlich

Die eigentlich im September geplante Wiedereröffnung musste erneut verschoben werden. Jetzt soll das Bad vor dem Ende der Sommerzeit mit einjähriger Verspätung und erheblichen Mehrkosten fertig sein. Ursprünglich sollte die umfassende Sanierung und Renovierung 2,8 Millionen Euro kosten. Inzwischen sind 3,3 Millionen Euro Baukosten erreicht.

Der neue Bürgermeister hatte schon kurz nach seiner Amtsübernahme am 20. März in Sachen Badbaustelle aufs Tempo gedrückt. Beim jüngsten Ortstermin zeigte sich Grunwald zufrieden. Der neue Fahrstuhl, der Behinderten und Älteren das Treppensteigen ersparen soll, ist bereits eingebaut. Die Arbeiten an der Edelstahlauskleidung der beiden Schwimmbecken sind weitgehend abgeschlossen. Rund um das große Schwimmerbecken arbeiten bereits die Fliesenleger, in den Umkleiden, Duschen und Toiletten sind bereits die Wände gefliest. Wenn die Trockenbauer mit der Schalldämmung unter den Decken fertig sind, werden auch dort die Böden mit Fliesen belegt.

Das Hallenbad wird als Lehr- und Sportbad dringend wieder benötigt, vor allem für den Schwimmunterricht der dritten Grundschulklassen, sagt der Bürgermeister: „Deshalb sollten wir das jetzt os schnell wie möglich auf die Reihe bekommen.“ Die Baufachleute hatten bei der Sanierung einige böse Überraschungen erlebt.

So waren im Frühjahr 2011 beim Abschlagen der alten Fliesen erhebliche Wasserschäden in Trennwänden und im Estrich entdeckt worden. Das Gebäude musste daraufhin weitgehend entkernt werden, was 800.000 Euro mehr kostete. Drei Wochen Zeit haben die Bauhandwerker durch strengen Frost im vergangenen Winter verloren. Und im Frühjahr wurde bei Anschlussarbeiten festgestellt, dass der Abwasserkanal kaputt war und erneuert werden musste. Das Land Hessen gibt für die Sanierung 1,7 Millionen Euro Zuschuss. Die Stadt Rotenburg und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg müssen jeweils 800.000 Euro aus Eigenmiteln für die Badsanierung berappen.

Nach der Wiedereröffnung will Grunwald die Sanierung kritisch prüfen, um daraus für künftige Vorhaben wie die Sanierung des Bahnhofsgebäudes zu lernen.

Quelle: HNA

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