Genossenschaft nahm Fotovoltaikanlage in Betrieb – Bildschirm soll Gäste informieren

Hallenbad liefert Strom

Im Maschinenraum: Unterhalb der Schwimmbecken bei den technischen Anlagen des Rotenburger Hallenbads befinden sich seit Neuestem auch sechs blaue Kästen. Die Wechselrichter bereiten den Strom der Fotovoltaikanlage auf dem Dach fürs Stromnetz auf. Unser Foto zeigt von links Dr. Christof Münscher, Roland Schwarz vom Stadtbauamt und Manfred Ringer. Foto: Meyer

Rotenburg. Die Rotenburger Energiegenossenschaft Genoscolar hat ihre siebte Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen. Auf zwei Dachflächen des Rotenburger Hallenbads wurden 323 Fotovoltaikmodule montiert, die künftig 68 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen sollen.

Die Anlage hat 108 000 Euro gekostet und kann eine Spitzenleistung von 80 Kilowatt erbringen. Dass regionale Anbieter für den Bau der Anlage den Zuschlag erhielten, sei eine Tendenz, die sich fortsetze, sagte Manfred Ringer vom Genossenschafts-Vorstand. Die Genossenschaft möchte im Eingangsbereich des Schwimmbads einen Bildschirm installieren, der Badegäste über die Anlage und ihre Leistung informiert.

Erfolgreiches Jahr

Genoscolar und die Stadt Rotenburg fassen eine Kooperation ins Auge. Künftig könne der erzeugte Strom nicht nur im städtischen Bad, sondern auch in den Vereinsräumen des Schwimmvereins Neptun, der DLRG und des Bootskorsoclubs verbraucht werden, erklärte Roland Schwarz vom Stadtbauamt. Im Bad selbst würde der Strom etwa für die Belüftung oder die Wasserumwälzung gebraucht.

„Wir erwarten auch in den Wintermonaten einen guten Ertrag“, erklärte Dr. Christof Münscher, ebenfalls Vorstandsmitglied der Genoscolar. Die Genossenschaft, so Münscher, blicke auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Anlagen der Genoscolar hätten fast zehn Prozent mehr Leistung erbracht, als ursprünglich kalkuliert worden war. Das Investitionsvolumen habe sich verdoppelt und umfasse jetzt 775 00 Euro. Auch das Eigenkapital habe sich nahezu verdoppelt. Manfred Ringer äußerte sich optimistisch: „Wenn das so weitergeht, können wir auch an Windkraftanlagen denken.“ (zmy)

Quelle: HNA

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