Diesjähriges Motto: "Alles schon mal dagewesen"

Gute Laune im vollbesetzen Zelt zur Kirmes in Nentershausen

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Man müsste noch mal 20 sein: Die Frauengruppe eins des Turnvereins Germania sehnte sich bei ihrem Auftritt in die Zeit der Jugend zurück.

Nentershausen. Alles schon mal dagewesen - unter diesem Motto feiert Nentershausen seine Kirmes. Der Auftakt war bereits am Donnerstag das Antrinken und das Ausgraben unter der Dorflinde, eine gelungene Eröffnungsparty, die nicht enden wollte.

Nur einen Tag später startete der Heimatabend im Zelt auf dem erneuerten Festplatz - zweieinhalb Stunden prächtige Unterhaltung, gemixt mit Gaudi und Tanz, Gesang und viel Musik am laufenden Band.

Ansteckend war der Frohsinn, mit dem die Mitglieder der örtlichen Vereine und Gemeinschaften ihre Auftritte gestalteten. Ihr Lohn war der Beifall im vollbesetzten Festzelt.

Überrascht war Pfarrerin Annette König. Sie durfte nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Männergesangvereins, Klaus Heißner, als Erste auf die Bühne und den Besuchern eine schöne Kirmes und viele gute Gespräche wünschen. „Das kommt sonst nur in der Kirche vor“, kommentierte sie ihren Auftritt noch vor Bürgermeister Ralf Hilmes.

Der stellte fest: „Es ist nicht alle Tage Kirmes.“ Deshalb sollte man das traditionsreiche Fest auch ausgiebig feiern. Das Kirmesmotto war das Thema von Ortsvorsteher Kurt Gawletta: „Früher war Elvis - heute ist Helene Fischer!“ Sein Rückblick in die Nentershäuser Rockgeschichte mit Pressluftschuppen war zugleich ein viel umjubelter Auftritt mit Margret Frank. Beide legten einen klassischen Rock ‘n’ Roll auf die Bühne. Dann ging es Schlag auf Schlag.

Kirmes in Nentershausen: Unterhaltung am laufenden Band

Der Kinderchor besang die Jahresuhr, die niemals stehen bleibt, und machte ein Kompliment mit einem Lied der Sportfreunde Stiller: „Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist.“ Einen Griff in die Klamottenkiste wagten die Sänger des ausrichtenden Männerchors. Sie brachten mit ihren Liedern die Stars vergangener Tage auf die Bühne: Drafi Deutscher mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“, Rex Gildo mit „Fiesta Mexicana“ und Jürgen Marcus mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“.

Waterkant und Jägerlein

Für Stimmung im Festzelt sorgten die Sänger auch mit Liedern von der Waterkant und dem Flashmob „Rock mi“. Die Schützen setzten sich mit zehn kleine Jägerlein auseinander, Thorsten Hilmes und Klaus Heißner verständigten sich musikalisch bei einer Gerichtsverhandlung und die Fußballer brachten fesche Stewardessen und schicke Flugkapitäne auf die Bühne.

Glanzlichert

Optische Glanzlichter des Abends entzündeten mit ihren Auftritten ferner mehrere Gruppen des Turnvereins Germania: die Jazztanz-Minis, die Line-Dancerinnen, die Jazztanz-Girls, die Frauengruppe eins und die Zumba-Tänzerinnen. „Partykönig“ Stephan König stimmte die Besucher schon beim Heimatabend mit einem Hit von Udo Jürgens („Aber bitte mit Sahne“) auf die Disco danach im Festzelt ein. Beendet wurde das Programm mit dem gemeinsamen Finale aller Mitwirkenden auf der Bühne.

Quelle: HNA

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