Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg will Umsatz und Gewinn steigern

Gute Aussichten für 2012

1974 von Heinz Meise eröffnet und nach der Insolvenz im Jahr 2001 wieder auf einem guten Weg: Das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg mit Hotel Rodenberg (links) und der Kongresshalle Göbel Hotels Arena (Mitte). Archivfoto: Schaake

Rotenburg. Im Jahr 2011 haben beträchtliche Investitionen den Gewinn geschmälert, aber in diesem Jahr erwartet das Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) „ein hohes, sechstelliges Ergebnis.“ Aufsichtsratsvorsitzender Peter Klufmöller (Melsungen) ist für das laufende Jahr optimistisch: „Vielleicht schaffen wir sogar den siebenstelligen Bereich“.

Das HKZ als größter Arbeitgeber in der Fuldastadt verzeichnete 2011 insgesamt 59,2 Millionen Euro Umsatz und einen Gewinn von 76 000 Euro. In diesem Jahr ist ein Umsatz von rund 65 Millionen Euro angepeilt.

Im Vorjahr – dem neunten Geschäftsjahr der HKZ GmbH & Co. Betriebs KG – waren rund fünf Millionen Euro, die Hälfte davon aus eigenen Mitteln, in den Klinikbetrieb investiert worden. Damit summieren sich die Investitionen in den vergangenen acht Jahren auf insgesamt rund 30 Millionen Euro.

Zwei neue Abteilungen für Lungenheilkunde und Akutneurologie wurden 2011 aufgebaut. Auch die hohen Anlaufkosten hatten das Jahresergebnis gedrückt. In diesem Jahr sollen sich die Investitionen auszahlen. „Jetzt läuft es“, sagt Klufmöller.

Das gilt auch für die Herzchirurgie. Mit dem neuen Chefarzt Privatdozent Dr. Ardawan Rastan, der Anfang dieses Jahres von Leipzig nach Rotenburg kam und in der minimalinvasiven Herzchirurgie einen international hervorragenden Ruf genießt, soll das Angebot erweitert werden und sollen höhere Fallzahlen das HKZ stärken.

Neben dem neuen Bypass-sowie Herzklappenspezialisten in der Herzchirurgie gibt es einen weiteren Grund für die Zuversicht am Rodenberg. Die Klinik hat bis zu vier Prozent internationale Patienten vor allem aus den Golfstaaten, Saudi-Arabien und Libyen. Aufsichtsratsmitglied Dieter Posch (Melsungen) und HKZ-Geschäftsführer Guido Wernert hatten durch Gespräche mit dem libyschen Botschafter in Berlin die Zusammenarbeit vertieft. Die libyschen Patienten – zumeist kriegsversehrte Widerstandskämpfer – werden zum Teil auch im Klinikum Bad Hersfeld mitbehandelt.

Die Klinik am Rodenberg hat derzeit 900 Mitarbeiter, die sich rund 620 Vollzeitstellen teilen, und ist damit drittgrößter Arbeitgeber im Kreis Hersfeld-Rotenburg. In der Region hängen geschätzte weitere 900 Jobs zum Beispiel von Zulieferern vom Herz- und Kreislaufzentrum ab. Foto: nh

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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