Bürgermeister fordert sachliche Debatte zur B 83-Ortsumgehung Lispenhausen

Grunwald: Pläne lange bekannt

Christian Grunwald

Rotenburg. Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) ruft zu einer sachlichen Diskussion über die Planungen zur B 83-Ortsumgehung Lispenhausen auf. Derzeit werde von Kritikern der Eindruck vermittelt, dass die Trassenführung erst vor Kurzem und im stillen Kämmerlein ohne Wissen der Bürger beschlossen worden wäre, sagt Grunwald. Ganz im Gegenteil sei der Bau der neuen Umgehungsstraße bereits seit Jahrzehnten immer wieder breit diskutiert worden. Nach 50-jähriger Anlaufzeit sei für das Vorhaben endlich die Ziellinie in Sicht.

Die Trassenführung der Ortsumgehung südlich um Lispenhausen sei vor 23 Jahren erstmals in der HNA veröffentlicht worden. Damals war noch ein Anschluss der südlichen Ortsumgehung an die B 27 bei Bebra vorgesehen. Dieser Anschluss sei später wegen naturschutzrechtlicher Hindernisse verworfen und durch den Anschluss an die B 83 ersetzt worden.

Die Ortsumgehung Lispenhausen sei seit mehr als 40 Jahren das meist geforderte Straßenbauprojekt im Kreisteil Rotenburg, sagt Grunwald. Die Trassenführung sei immer wieder Thema in öffentlichen Ortsbeiratssitzungen in Lispenhausen, in der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung und sogar im hessischen Landtag und im Bundestag gewesen.

In Rotenburg wurde wegen der täglich mehr als 20 000 Fahrzeuge, die Lispenhausen durchfahren, „stets mit einer Stimme für den Bau der Umgehung gekämpft“, erklärt der Bürgermeister. So sei es gelungen, das Straßenbauvorhaben 2003 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bringen. 2006 wurde die Trassenführung in den Regionalplan Nordhessen aufgenommen. Es gab Bürgerversammlungen, Zeitungsmeldungen, Leserbriefe, Erklärungen von Politikern, „und das ganze jährlich nahezu lückenlos“. Zeitungsausschnitte, Schriftverkehr und Umweltverträglichkeitsgutachten würden ganze Aktenordner füllen. Von einem Informationsdefizit „kann daher bei diesem Straßenbauprojekt wahrlich nicht gesprochen werden,“ sagt Grunwald.

In Bürgerversammlungen soll über den Fortgang gesprochen werden, der Trassenverlauf werde nun konkret von Hessen Mobil geplant. Dabei müssten die Interessen der Lispenhäuser bestmöglich berücksichtigt werden, sagt Grunwald. Er ruft dazu auf, sich in der Versammlung am 27. September ab 19.30 Uhr im Audimax des Studienzentrums zu informieren. (ach)

Quelle: HNA

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