Grundstein ist gelegt

Hephata Diakonie baut neues Wohnhaus in Rotenburger Innenstadt

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Klangvoll: Musikalisch umrahmten Mitglieder des Posaunenchors Hephata den Festakt der Grundsteinlegung – hier bei der Andacht mit Pfarrer Michael Dorfschäfer, links im Bild.

Rotenburg. Grundsteinlegung in Rotenburg - das war ein Festakt für ein neues Wohnhaus der Hephata Diakonie an der Stadtmauer 13 in Rotenburg. Derzeit ist der Untergrund für das Gebäude vorbereitet, in dem einmal 14 Menschen mit Behinderung wohnen sollen.

Der Einzug ist für den Herbst 2017 geplant. Bis dahin müssen Handwerker aktiv werden und das aus drei Wohngruppenhäusern bestehende Gebäude errichten. „Ab der nächsten Woche fliest der Beton“, kündigte Projektarchitekt Andreas Schlephorst an. Schwierig sei das Herrichten des Baugrunds wegen Wasser gewesen. Doch jetzt sei man aus dem Gröbsten heraus. Die Dämmung sei aufgebracht und der Aufbau könne beginnen.

In drei Bereiche gegliedert

Das neue Gebäude werde in die Bereiche privat, halbprivat und gemeinschaftlich aufgeteilt. Je zwei Bewohnerzimmer würden mit einem Vorraum versehen, an dem Bad und Toilette sowie der Gemeinschaftsbereich angebunden würden, stellte der Architekt das Konzept des neuen Wohnhauses mitten in der Stadt vor. Für Pfarrer Maik Dietrich Gibhardt, Vorstandssprecher der Hephata Diokonie, ist die Lage ein entscheidender Faktor für Inklusion: „Mittendrin, an einem Ort, da wo Menschen wohnen, leben, arbeiten, einkaufen, in die Kirche gehen und ihre Freizeit gestalten.“ Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Begrenzungen seien alle mit der gleichen Würde geschaffen. Sie hätten den Auftrag, respektvoll und verantwortlich miteinander zu leben. Gerade beim Grundstein komme es auf ein gutes Fundament an. Darauf wollen auch er und seine Mitarbeiter bauen. Inklusion mache es schließlich möglich, Schritt für Schritt zu zeigen, dass das Mischen von unterschiedlichen Menschen möglich sei.

Deshalb stehe der Festakt der Grundsteinlegung auch unter dem Motto: „Nachbarn inklusive!“ Gemeint waren damit die Anwohner, die alle zur Grundsteinlegung eingeladen waren, um sich über den Neubau und das Wohnkonzept zu informieren. „Zuhause ist dort, wo ich lebe und mich aufgehoben fühle“, stellte Pfarrer Michael Dorfschäfer in seiner Andacht heraus.

Für die Stadt Rotenburg seien Barrierefreiheit, behindertengerechte Einrichtungen und Inklusion schon lange ein Thema, sagte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, der zusammen mit der Ersten Stadträtin Ursula Ender und dem Behindertenbeauftragten Gerhard Ruch an der Feier teilnahm. Grußworte sprachen ferner Anne Wippermann, die Leiterin der Hephata-Behindertenhilfe, und Stefanie Weckesser, die Vorsitzende des Beirats für selbstbestimmtes Leben. Der Höhepunkt der Feier war das Füllen einer Hülse mit Tageszeitung, Münzen, den Festansprachen und weiteren Utensilien mit Erinnerungswerten aus unserer Zeit. Der verschlossene Behälter wurde in den Grundstein eingelegt, der von den Hephata-Direktoren Maik Dietrich-Gibhardt, Klaus Dieter Horchem und Judith Hoffmann zugemauert wurde. Der Grundstein wird seinen endgültigen Platz im neuen Gebäude unter der Innentreppe erhalten. Angesagt wurden die Redner der Feier von Judith Hoffmann. Musikalisch umrahmten Mitglieder des Posaunenchors Hephata den Festakt der Grundsteinlegung.

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Quelle: HNA

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