Ursache noch unklar

Großbrand in Rotenburg: Sägewerk stand in Flammen

Rotenburg. Durch ein Großfeuer ist am Dienstagabend ein Sägewerk in Rotenburg bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz und konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Der Schaden beläuft sich auf mehr als zwei Millionen Euro.

Zuletzt aktualisiert um 6.37 Uhr.

Betroffen war das Sägewerk in der Straße "Am Kies" in der Neustadt, am Rande eines Wohngebiets. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gegen 21.30 Uhr brannte die dazugehörige und mit trockenem Holz gefüllte Lagerhalle bereits lichterloh. Das Feuer breitete sich danach rasch aus, berichtet die Polizei. Die Flammen schlugen demnach mehrere Meter hoch und waren im weiten Umkreis zu sehen. Durch die große Hitzeentwicklung explodierten außerdem mehrere Hydrauliköltanks. Dies verursachte mehrere laute Knallgeräusche.

Trotz des Großalarms brannte die Halle bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehren konnten zumindest ein Übergreifen des Feuers auf eine nahestehende Fertigungshalle und auf das Bürogebäude durch hohen Wassereinsatz aus der nahegelegenen Fulda verhindern. Gegen 23 Uhr hatten die Feuerwehren das Feuer unter Kontrolle.

Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann mit leichten Brandverletzungen verletzt. Er musste in das Kreiskrankenhaus Rotenburg gebracht werden. Der durch das Feuer entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa zwei Millionen Euro.

Im Einsatz waren mehr als 220 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder sowie das Deutsche Rote Kreuzes (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW).

Fotos: Großfeuer zerstört Sägewerk

Sägewerk in Rotenburg steht in Flammen

Auch am frühen Mittwochmorgen tauchten immer wieder neue Glutnester auf, die von der sogenannten Brandwehr gelöscht werden müssen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sich der Einsatz bis in den Vormittag hinziehen wird. „Wir können noch nicht sagen, ob die Brandstelle heute oder erst am Donnerstag betreten werden kann, um die Ermittlungen aufzunehmen“, sagte Polizeisprecher Knoch am Mittwochmorgen. Wie lange die Feuerwehr noch vor Ort bleiben müsse, sei ebenfalls unklar.

Die Kriminalpolizei in Bad Hersfeld hat noch am Abend die Ermittlungen übernommen. Neben den Experten der Kripo wurden Brandermittler des Landeskriminalamtes angefordert.

Die Anwohner waren am Abend gebeten worden, wegen des Rauchs ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten. Hunderte Schaulustige ließen sich jedoch davon nicht abhalten und erschwerten teilweise die Arbeit der Feuerwehr. Die Polizei hatte daher darum gebeten, die Einsatzarbeiten nicht zu behindern. Gleichzeitig bedankte sie sich bei den Anwohnern, die den Einsatzkräften umgehend Getränke zur Verfügung gestellt hatten. (rpp/sis/lhe)

Quelle: HNA

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