Unverständnis für Radfahrer-Rinne

Großbaustelle Bahnhof: Neue Dächer, neue Treppen, neue Bahnsteige

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Vorsicht bei der Abfahrt: Der Bahnsteig 3 östlich des Inselbebäudes ist bereits angehoben und hat ein neues Dach, eine neue Treppenanlage, eine moderne Anzeigetafel, Sitzbänke, Papierkörbe und anderes mehr.

Bebra. Die Modernisierung des Bahnhofs Bebra läuft auf vollen Touren. Zurzeit wird vor der Giebelseite des Lokschuppens eine neue Treppenanlage zum Gleis 9 gebaut und die Unterführung auf der Ostseite saniert.

Sie wird auf vier Meter verbreitert, erläuterten Manfred Klöpfel und Patrick Schuster vom Bauamt Bebra bei einem Rundgang.

Dazu bleibt der Durchgang von und zur Gilfershäuser Straße noch bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt.

Während der erste Bahnsteig (von der Stadtseite her gesehen) mit Gleis 1 und 2 gegen Ende der Bauarbeiten komplett samt Überdachung abgebaut werden soll, ist der Bahnsteig mit den Gleisen 3 vor dem Inselgebäude und dem Taschengleis 5 nördlich auf Höhe des Inselgebäudes schon fertig. Hier präsentiert sich der neue Bahnsteig zum bequemen Ein- und Aussteigen im Nahverkehr erhöht, mit neuer Treppe, mit einem neuen Dach, einer modernen Anzeigetafel, Leitsystem für Sehbehinderte, Bänken, Abfallbehältern und allem, was sonst noch dazugehört. Allerdings wurde das Treppengeländer zu tief befestigt. Das werde noch geändert, erklärte Klöpfel. Die Wände werden ebenfalls noch verkleidet.

Neu aber nicht gelungen: Die Rinne für Radfahrer. Ohne Gepäck schon unpraktisch, mit Gepäck ist die Rinne wie hier bei Heiko Reibe aus Hannover, nur mit großer Kraftanstrenung zu bewältigen.

Auch der Bahnsteig mit Gleis acht östlich des Inselgebäudes zeigt sich schon mit neuem Dach, neuer Treppe und für den Nahverkehr erhöht. Hier wird zurzeit der erste von drei Aufzügen montiert.

Der Bahnsteig an Gleis neun behält die Fernzughöhe von 76 Zentimetern, wird aber neu gepflastert, erhält eine neues Dach und neue Möblierung, erläuterte Schuster.

Zum Gleis 9 führt zurzeit ein umständlicher Weg durch die südliche Unterführung, den vor allem Ortsunkundige nur mit Mühe finden, zumal die Beschilderung teilweise abhanden gekommen ist. Allein während des Rundgangs fragte ein halbes Dutzend Reisende nach dem Weg. Ein Ehepaar verpasste deshalb den Zug nach Eisenach. Gegen Ende der Bauarbeiten soll die südliche Unterführung verfüllt werden. Auf Unverständnis stößt auch die Rinne für Fahrradfahrer an den beiden fertiggestellten Treppen, die insbesondere mit Gepäck eigentlich nicht zu bewältigen ist. Wesentlich heller als bisher wird die neue Unterführung werden, die Licht über die Treppenzugänge und von oben bekommen wird.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann 

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Fotos von der Modernisierung

Modernisierung des Bahnhofs in Bebra

Quelle: HNA

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