Großauftrag bleibt in der Region

Kirchner und Bickhardt erhalten Zuschlag für 32-Millionen-Euro-Bau-Projekt auf der A 4

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Strahlende Gesichter bei Kirchner: Geschäftsführerin Dr. Marion Henschel, Prokurist Manfred Inden (rechts), CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich zeigen, wo gebaut wird.

Bad Hersfeld. Die Baufirmen Hermann Kirchner aus Bad Hersfeld und Bickhardt Bau aus Kirchheim haben einen Großauftrag an Land gezogen. Die beiden Firmen werden auf sechs Kilometern zwischen Sorga und Friedewald den Vollausbau der A 4 übernehmen.

Das Bauvorhaben hat ein Volumen von knapp 32 Millionen Euro. Auftraggeber ist die bundeseigene Firma DEGES, die für den Fernstraßenbau zuständig ist.

Beide Firmen agieren gleichberechtigt bei dem Projekt. Die Firma Kirchner übernimmt die technische Federführung, Bickhardt Bau kümmert sich um den kaufmännischen Bereich, erläuterte Kirchner-Prokurist Manfred Inden die Zusammenarbeit.

Auf Augenhöhe

„Wir begegnen uns auf Augenhöhe“, sagte auch Kirchner- Geschäftsführerin Dr. Marion Henschel, die die über 40-jährige Zusammenarbeit beider Firmen lobte. „Der Großauftrag sichert bei uns in den nächsten Jahren die Beschäftigung“, sagte Henschel und betonte, dass vor allem im technischen Bereich weiterhin Facharbeiter gesucht werden.

Die schiere Dimension des Auftrags ist beeindruckend. So werden auf dem genau 5674 Meter langen Bauabschnitt 170 000 Tonnen Asphalt verbaut, das entspricht 6500 Sattelfahrzeugen. Außerdem werden 720 000 Kubikmeter Erde verbaut, so viel wie auf 85 000 Lastwagen passt. Zudem erstellen die Baufirmen auch drei Brücken und vier Regenrückhaltebecken sowie 16 500 Meter Kanäle.

Im Zuge des Neubaus werden die Steigungsstrecken entschärft, es gibt künftig weniger Kurven, was die Autobahn sicherer macht. „Wir können alles aus einer Hand anbieten“, erklärte Prokurist Inden das Erfolgsrezept im Bieterverfahren. „Die Intensität des Wettbewerbs der Baufirmen in Europa ist sehr hoch“, sagte Marion Henschel und freute sich besonders über den Erfolg der Arbeitsgemeinschaft.

Direkt einklinken

Über den Erfolg freute sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich, der bei der Präsentation des Großauftrags dabei war. „Ich kümmere mich in Berlin intensiv um den Autobahnbau in unserer Region“, erklärte er. Dabei suche er den direkten Kontakt zu den Ministerien und schreibe „nicht nur kleine Brieflein“. Es sei wichtig, sich direkt in die einzelnen Projekte einzuklinken, denn nur so könne man in Berlin etwas für die Region bewegen.

Marion Henschel betonte, wie wichtig die Lobbyarbeit in Berlin sei. Deshalb beobachte die Bauindustrie auch genau, wie sich die Parteien im Wahlkampf in der Verkehrspolitik positionieren.

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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