Gott loben im neuen Haus

Das Bethaus der Mennoniten-Brüdergemeinde wurde nach drei Jahren fertiggestellt 

Bebra. Nach dreijähriger Bauzeit wurde das barrierefreie Bethaus der Mennoniten-Brüdergemeinde am vergangenen Wochenende eingeweiht. Auf einer Grundfläche von 875 Quadratmetern ist ein moderner, lichtdurchfluteter Neubau mit zwei Etagen und einem Untergeschoss entstanden.

Fast alles am und im Bethaus ist in Eigenleistung der 230 Gemeindemitglieder entstanden. Während der Bauphase gab es ein Bauleitungsteam, dem drei Gemeindemitglieder angehörten. Aufgrund der enormen Eigenleistung der Gemeindemitglieder sowie der großen Spendenfreudigkeit konnten die kalkulierten Baukosten von zwei Millionen Euro erheblich reduziert werden.

Platz für 500 Besucher

Heute erstrahlt das neue Bethaus im Foyer in hellem Marmor und heißt die Besucher mit hellen Farben und viel Licht, das durch die großen Fenster fällt, willkommen. „Ohne die vielen helfenden Hände wäre eine derartige Leistung in relativ kurzer Zeit nicht möglich gewesen“, sagte Gemeindevorsitzender Löwen. So wie die Rohbau-Fertigstellung mit einem Gottesdienst gefeiert wurde, war auch die Einweihung von Gottesdiensten geprägt. Der große Gebetsraum inklusive der Empore bietet Platz für rund 500 Gottesdienstbesucher. Jeden Sonntag finden zwei Gottesdienste statt, mittwochs einer. „Von rund 300 Besuchern gehen wir immer aus“, berichtete Löwen. „Sonntags sind es oft mehr, mittwochs etwas weniger, weil viele unserer Gemeindemitglieder Schichtdienst haben.“

In der Mennoniten-Brüdergemeinde sind ganze Familien aktiv. Die Kinder sind von Anfang an eingebunden. Während des Gottesdienstes halten sich Babys und Kleinkinder zusammen mit ihren Eltern in zwei Räumen auf, die zum Betsaal hin verglast sind. Mithilfe modernster Technik wird der Gottesdienst in diese Räume übertragen. „Wenn die Kinder dann größer sind, nehmen sie inmitten der Gemeinde am Gottesdienst teil“, sagte Peter Löwen. Für die verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen gibt es mehrere Räume.

„In unserem Bethaus wird immer etwas los sein“, ist sich Peter Löwen sicher. „Jeden Abend findet hier zukünftig Gruppenarbeit statt, weil sich entweder die Kinder, die Jugendlichen oder die Musiker und Sänger treffen.“ Darin spiegele sich die Lebendigkeit der Gemeindearbeit wider. „Wir müssen keine Werbung für unseren Glauben machen“, so Peter Löwen. „Unsere aktive Gemeindearbeit wirkt für sich.“

Die Zeit der provisorischen Gruppenarbeit in angemieteten Räumen über dem HAFU-Markt in Bebra ist nun vorbei. Alle Generationen sowie alte und kranke Menschen im Rollstuhl können das neue Bethaus nutzen. „Unser Haus ist für jeden offen“, sagte Vorsitzender Löwen.

Von Alexandra Koch

Quelle: HNA

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