Maaike Schuurmans, Kristin Hölck und Franziska Becker faszinierten mit Europa-Songs

Da gibt es nichts zu bereuen

Starke Frauen, starke Stimmen: Maaike Schuurmans, Franziska Becker und Kristin Hölck präsentierten „The Songs of Europe“ in der Schilde-Halle. Foto:  Marth

Bad Hersfeld. „Non, je ne regrette rien“ schmetterte Kristin Hölck unmittelbar vor der Pause ins Mikrofon – „nein, ich bereue nichts“. Bereut haben dürften auch die 150 Besucher der Schilde-Halle zu diesem Zeitpunkt nichts, zumindest was die Gestaltung ihres Montagabends anging. Denn die Premiere von „The Songs of Europe“, das zum Rahmenprogramm der 62. Bad Hersfelder Festspiele gehört, bescherte ihnen zwei von Anfang bis Ende unterhaltsame Stunden.

Reise durch die Jahrhunderte

Dass am Montag etwa die Hälfte der Stühle leer blieb, war vielleicht dem 21-Uhr-Termin geschuldet. Die Darbietung der Künstler jedenfalls gab keinerlei Anlass dazu. Tadellos präsentierten die Festspiel-Darstellerinnen Franziska Becker, Kristin Hölck und Maaike Schuurmans ihren Mix aus Gesangsbeiträgen und Rezitationen, der von Wolfgang Schmidtke und Intendant Holk Freytag zusammengestellt worden war. Eine Reise durch die Jahrhunderte und durch Europa hatten beide im Vorfeld versprochen: Von Klassik, über Chansons, bis hin zu Pop-Songs. Und genau die wurde es.

Dass bei solch einem breiten Spektrum auch Volkslieder aus Finnland oder Abendgebete aus Island im Programm standen, wirkte für so manchen auf den ersten Blick vielleicht befremdlich. Der Mut zum Unbekannten zahlte sich jedoch aus. Denn weil neben populären Liedern wie Nenas „99 Luftballons“ oder „Dancing Queen“ von Abba zahlreiche eher unbekannte Melodien erklangen, wurde „The Songs of Europe“ eben nicht zu einer „Habe ich doch schon 100-mal gehört“-Veranstaltung, sondern zu einem Abend voller Abwechslung und Kurzweil.

Neben den drei Interpretinnen, die in schlichtem Schwarz auf der Bühne standen und jedem Stück allein durch Stimme, Mimik und Gestik seine ganz eigene Note verliehen, wirkten unter anderem auch Schmidtke und Feytag selbst mit. Freytag als Leser verschiedenster Texte, Schmidtke als ein Mitglied der dreiköpfigen Band, welche die Damen mehr als nur begleitete.Den Rest taten die beeindruckende Akustik der Schilde-Halle und die starken Darbietungen der Künstlerinnen, deren Musical-Erfahrung allen dreien anzumerken war. Das Publikum belohnte die Künstler zum Abschluss mit nicht enden wollendem Applaus.

The Songs of Europa gibt es auch noch am 28. und 30. Juni, sowie am 2., 4. und 8. Juli in der Schildehalle.

Von Kristina Marth

Quelle: HNA

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