Windpark Wehneberg: Gewinn oder Verlustgeschäft?

Abo-Wind wirft Bürgerinitiative und Heiderich widersprüchliche Argumente vor

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Bad Hersfeld. Die Wiesbadener Projektentwicklungsgesellschaft Abo-Wind weist Kritik der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ und des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich am Verkauf des Windparks Wehneberg in Bad Hersfeld an die Stadtwerke Stuttgart in scharfen Worten zurück.

Wie berichtet, hatte der Energieversorger der baden-württemberischen Landeshauptstadt die sechs im Bau befindlichen Anlagen für 28 Millionen Euro übernommen.

„Abo-Wind zollt den örtlichen Windkraftgegnern Respekt für deren Einfallsreichtum beim Erfinden von Argumenten, die sie gegen das im Bau befindliche Projekt vorbringen“, heißt es sarkastisch in einer Pressemitteilung.

In einem Brief vom 6. August an die Aufsichtsräte der Stadtwerke Stuttgart habe die Hersfelder Bürgerinitiative vor einem „unwirtschaftlichen“ Windpark und „massiven finanziellen Verlusten für die Stuttgarter Bürger“ gewarnt.

Einen Tag später warte der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich mit der Veröffentlichung einer Rechnung auf, wonach sich die Stuttgarter Stadtwerke mit exorbitanten Einnahmen aus dem Windpark „die Konten fülle“. Abzüglich des Kaufpreises von 28 Millionen Euro blieben 50 Millionen Euro brutto auf dem Konto der Stuttgarter übrig, beahupte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

„Milchmädchenrechnung“

„In seiner Milchmädchenrechnung unterschlägt Heiderich, dass beim 20-jährigen Betrieb eines Windparks Kosten für Pacht, Wartung, Betriebsführung, Versicherungen und ähnliches anfallen“, heißt es in der Pressemitteilung. Ob „massive finanzielle Verluste oder volle Konten – dem Gegner sei jedes an den Haaren herbeigezogene Vorurteil recht um Windparks madig zu machen, schreibt Abo-Wind-Pressesprecher Alexander Koffka.

Tatsächlich seien Windparks wie der in Bad Hersfeld ökonomisch wie ökologisch sinnvoll. Die jährlich 43.000 Megawattstunden Windstrom, die auf dem Wehneberg erzeugt würden, reduzierten die Kohlendioxidbelastung um jährlich 32 000 Tonnen. Grundlage dieser Berechnung seien Daten des Bundesumweltamtes, so der Abo-Wind Sprecher abschließend. (red/jce)

Quelle: HNA

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