Positiver Trend hat sich im zweiten Halbjahr umgekehrt

Gewerbesteuer: Firmen zahlen weniger an die Städte und Gemeinden in Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Allenthalben ist von Rekordeinnahmen bei der Steuer zu hören. Doch im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist die Entwicklung zuletzt rückläufig. Nach einem schlechten zweiten Halbjahr sind die Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer fast überall eingebrochen.

Laut Statistischem Landesamt machten die Firmen im gesamten Jahr 2013 Vorauszahlungen von 53,3 Millionen Euro. Das sind 6,7 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Dabei hatte es nach dem ersten Halbjahr nach einem deutlichen Zuwachs ausgesehen.

Dieser Trend kehrte sich im Herbst um, was insbesondere an K+S hängt. Der Kalikonzern kämpft mit sinkenden Weltmarktpreisen, und das Grubenunglück von Unterbreizbach hatte Auswirkungen auf die Produktion im ganzen Verbundwerk Werra (wir berichteten). Im vierten Quartal musste Heringen sogar 1,67 Mio. Euro vorausgezahlte Gewerbesteuer zurückzahlen, Philippsthal 1,46 Mio. Euro.

"Wir kommen mit einem blauen Auge davon, weil wir nicht die gesamte Summe eingeplant hatten", sagt Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth. Wegen dringender Investitionen seien die Ausfälle schwer zu kompensieren. Für 2014 wagt Orth keine Prognose, die Schwankungen am Markt seien nicht zu steuern.

Doch fast alle Gemeinden haben weniger Steuervorauszahlungen erhalten. Hauptausnahmen sind die großen Städte Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg. Die Kreisstadt rechnet aber bereits mit Millionenausfällen bei der Gewerbesteuer in 2014 sowie Rückforderungen für die vergangenen Jahre (wir berichteten).

Über ein Plus von 11,4 Prozent freut sich Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald: "Da wir weniger Trendgewerbe haben, das starken Schwankungen unterworfen ist, haben wir stabile Rahmenbedingungen." So könne die Schutzschirmkommune auch verlässlicher planen. Hintergrund,

Von Marcus Janz

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Quelle: HNA

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