Alheims Defizit steigt auf fast 1,3 Millionen Euro – Haushaltsausgleich in 2015 geplant

Gewerbesteuer bricht weg

Alheim. Die Gemeinde Alheim rechnet für das laufende Jahr mit einem größeren Loch im Haushalt als ursprünglich geplant. Das Defizit wird voraussichtlich um 119 000 Euro auf fast 1,3 Millionen Euro wachsen, teilte Bürgermeister Georg Lüdtke der Gemeindevertretung mit. Trotzdem wird auf einen Nachtragshaushalt verzichtet.

Hintergrund ist ein weiterer Rückgang der Einnahmen aus der Gewerbesteuer. „Die Gewerbesteuereinnahmen sind im Bereich der erneuerbaren Energien weggebrochen“, sagte Lüdtke. Ein einzelnes Unternehmen, das die Gemeinde wegen des Steuergeheimnisses nicht näher nennen darf, wird 2013 überhaupt keine Gewerbesteuer zahlen. Eingeplant waren für den bisherigen Großzahler noch 273 000 Euro. Damit sinken die Einnahmen aus diesem Topf auf 527 000 Euro.

Zwar werden auch Rückstellungen für die Umlagenzahlung aufgelöst; das bringt in der Buchhaltung 97 000 Euro zusätzlich. Doch letztlich bleiben knapp 1,3 Millionen Euro Defizit für 2013.

Kein Nachtragshaushalt

Da die meisten Ausgaben bereits gemacht wurden, gebe es aber kaum Möglichkeiten, im laufenden Jahr noch etwas zu ändern. Deshalb wird kein Nachtragshaushalt eingebracht. Das Loch müsse 2014 wieder gestopft werden. Und für 2015 rechnet die Gemeinde weiterhin damit, einen ausgeglichenen Etat vorlegen zu können. Dann sollen Einsparungen greifen und die Änderung der Friedhofsgebühren greifen. Außerdem steigen die Grundsteuerhebesätze in den kommenden beiden Jahren um insgesamt 190 Punkte auf 500 Punkte im Jahr 2015.

Die Gemeindevertreter der CDU bemängelten, dass sie erst kurz vor Jahresende über die Entwicklung informiert würden, obwohl sie schon seit dem Herbst bekannt gewesen ist. Mit den Stimmen der SPD wurde der Bericht des Gemeindevorstands dennoch mehrheitlich zur Kenntnis genommen. (mcj)

Quelle: HNA

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