Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lud zur Gedenkveranstaltung

Ein Aufruf zur Erinnerung

Rief auf, die Geschichte nicht zu vergessen: Werner Schnitzlein, Leiter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Foto:Auel

BEBRA. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hersfeld-Rotenburg lud diese Woche anlässlich des internationalen Holocaustgedenktages zu einer Zeremonie in die Beruflichen Schulen Bebra ein. Etwa 30 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Lob für Engagement

„Wehret den Anfängen! Wehret den Versuchungen der Verführer, wehret den Versuchungen der Geschichtsklitterer und erinnert euch an das Ungeheuerliche, an das kaum noch Vorstellbare.“ Diese Worte richtete Bebras Bürgermeister Horst Groß an die Zuhörer. Groß lobte weiter das Engagement der Beruflichen Schulen Bebra, die sich mit Aufklärung bereits erfolgreich gegen die Verführungsversuche der „jungen Braunen“, gewehrt habe.

Werner Schnitzlein, Leiter der gastgebenden Gesellschaft, rief die erschütternden Fakten des NS-Terrors in Erinnerung. 3846 Lager und Außenlager habe es im gesamten Reich gegeben. Neben sechs Millionen Juden, hätten viele Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und Zwangsarbeiter unter den Nazis den Tod gefunden. „Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst“, zitierte Werner Schnitzlein den französischen Philosophen Jean Baudrillard.

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von Anastasia Boksgorn und Wolfram Waldeck von der Musikschule des Landkreises. Beide spielten mit der Violine unter anderem ein Stück von Franz Lachner, einem österreichischen Komponisten der Romantik.

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