Die J. Oder-Band spielte im Kloster Cornberg – wegen der besonderen Atmosphäre

Gern an Grenzen gehen

Präsentierte eigene Stücke im Kloster Cornberg: die J. Oder-Band. Sybille Spiegel, links, sorgte mit ihrem Solo für den musikalischen Höhepunkt des Abends. Foto: Koch

Cornberg. Mit Eigenkompositionen überzeugte die fünfköpfige J. Oder-Band am vergangenen Freitag im Kloster Cornberg ihr Publikum. Es war eine mitreißende Mischung aus Pop und Rock. Vor allem die Balladen kamen in der altehrwürdigen Klosterkirche mit ihrer besonderen Akustik hervorragend rüber.

„Die Band hatte bei uns angefragt, weil sie gern mal in dieser besonderen Atmosphäre spielen wollte“, sagte Regina Panitz-Itter, Vorsitzende des Kulturvereins Kloster Cornberg. „Wir hätten uns zwar noch etwas mehr Publikum gewünscht, aber die Band ist in unserer Region leider noch nicht so bekannt.“ Die Zuhörer wussten die unverwechselbaren, weil selbst komponierten, Lieder der Band umso mehr zu schätzen.

„Ich bin Künstler“, sagte Jürgen Oder (Gesang/Gitarre), nach dem die Band benannt ist. „Musik ist mein Leben.“ Er schreibt die Liedtexte, komponiert wird zumeist im Team. In der neuen Zusammensetzung spielen die Musiker erst seit Kurzem zusammen. Neu hinzugekommen sind Christian Fladung am Schlagzeug und Bülent Tabkin am Keyboard. Frank Douglas am Bass ist von Anfang an dabei.

Die zweite Gitarre ist in den Händen einer Frau. Sibylle Spiegel hatte auch ihren Soloauftritt an der Gitarre; bei der Ballade „Song of love“. Dies war ein Höhepunkt des Konzerts. Für die Zukunft sind weitere Soli, auch anderer Bandmitglieder, geplant. Auch Hintergrundgesang ist in Planung; zum Beispiel von Bülent Tabkin.

Zwischen den Eigenkompositionen wurde auch der eine oder andere Rockklassiker gespielt, aber immer im typischen J. Oder-Band-Sound. Bekannte Rock- und Poplieder kommen vor allem beim Publikum immer gut an.

Abheben von anderen

Das weiß auch Jürgen Oder. Trotzdem möchten er und seine Musikerkollegen sich von den vielen Coverbands deutlich abheben. Das gelang ihnen bei ihrem Auftritt im Kloster Cornberg überzeugend. Ihr Musikstil reichte von poppig melodiös bis rockig kreativ. Dabei glänzten alle Bandmitglieder mit musikalischer Intensität - mal laut, mal leise, mal cool, mal entrückt. Besonders herausragend waren Songs, wie „Dream of a better world“, „Live go up and down“ und „Take me to the limit“.

„Ich selbst gehe gern an meine Grenzen“, so Band-Chef Jürgen Oder. „Immer den nächsten Gipfel erklimmen wollen, das ist mein Ansatz.“ Für die musikalische Zukunft wünscht er sich einen höheren Bekanntheitsgrad in der Region, den die Band gerade mit zahlreichen Auftritten im Kreis Hersfeld-Rotenburg und den Nachbarkreisen zu steigern versucht.

Von Alexandra Koch

Quelle: HNA

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