Landwirtsehepaar Hufmann aus Oberellenbach betreibt solidarische Landwirtschaft

Gemüse vom eigenen Feld

Traditionelle Feldarbeit: Das Bild ist im vergangenen Sommer entstanden, als Dörte und Günter Hufmann die solidarische Landwirtschaft in Oberellenbach begonnen haben. Foto: Meyer

Oberellenbach. Im vergangenen Sommer haben Dörte und Günter Hufmann aus Oberellenbach zusammen mit 34 Menschen aus der Region eine sogenannte solidarische Landwirtschaft gegründet – wir berichteten. Jetzt will das Ehepaar mit mehr Teilnehmern in eine neue Saison starten und lädt dafür für Samstag, 5. März, zu einem Infotag ein. Wir beantworten Fragen rund um das Thema.

?Was ist eine solidarische Landwirtschaft?

!Verbraucher schließen sich auf lokaler Ebene zusammen und finanzieren einen landwirtschaftlichen Betrieb, der dafür Woche für Woche Lebensmittel liefert. Die Teilnehmer verpflichten sich für ein Jahr und tragen in dieser Zeit gemeinsam das Risiko.

?Wie ist die erste Saison verlaufen?

!Fast alle der 34 Gründungsteilnehmer wollen wieder dabei sein, zieht Dörte Hufmann ein positives Fazit. Sie berichtet von vielen guten Rückmeldungen. Für die neue Saison wollen Hufmanns auf 75 Teilnehmer kommen, um so ihr Familieneinkommen komplett mit der solidarischen Landwirtschaft bestreiten zu können.

?Wieviel kostet die Mitgliedschaft?

!Ein Anteil soll etwa 75 Euro pro Monat kosten. Wie dieser Betrag zustande kommt, wird auf der Informationsveranstaltung erklärt. Hufmann verspricht: „Wir arbeiten transparent.“

?Woraus besteht ein wöchentlicher Anteil?

!Zwei Kilogramm Kartoffeln und ein Kilogramm Möhren liegen jede Woche im Korb. Ansonsten richtet sich der Inhalt nach der Saison: Salate, Kräuter, Romanesco, Kohlrabi, Zucchini, Lauch, Pastinaken, Zwiebeln oder Schlotten können dabei sein. Außerdem gibt es Gemüse, das es im Supermarkt selten zu kaufen gibt, wie Grünkohl oder schwarzer Rettich. Das Gemüse holen die Teilnehmer wöchentlich an festen Stellen in Oberellenbach, Melsungen, Bad Hersfeld oder Bebra ab.

?Wie werden die Lebensmittel produziert?

!Hufmanns arbeiten auf dem Acker nur mit Pferden und nach den Standards von Bio-Landwirten. Eine Bio-Zertifizierung haben sie allerdings nicht.

?Wie kann ich an der solidarischen Landwirtschaft teilnehmen?

!Hufmanns laden für Samstag, 5. März, zu einer Informationsveranstaltung in die Tenne der Summühle am Oberen Erlenbach 9 ein. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Ab 17 Uhr werden die Ernteanteile vergeben, ab 19 Uhr wird gefeiert. (zmy)

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