Gemeinschaft wie ein Netz

Wegen Sanierungsarbeiten: Dorffest statt Kirmes in Richelsdorf

Richelsdorf. Eine Dorfgemeinschaft gleicht einem Fischernetz, in dem jedes Glied und jede Masche unverzichtbar sind. Dieses Bild griff Pfarrer Janosz König in seiner Predigt über den heiligen Petrus beim Gottesdienst während des Dorffests im Festzelt in Richelsdorf auf und verdeutlichte damit die Bedeutung der Gemeinschaft fürs Dorfleben.

Dass diese Gemeinschaft im Dorf intakt ist, bewies das Fest selbst: Neun Vereine der Vereinsgemeinschaft waren unter Federführung von Boris Rimbach an der Organisation beteiligt. Gemeinsam stemmten sie die Aufgaben. Das Festzelt steuerte der Obst- und Gartenbauverein bei.

Die Gottesdienstbesucher knüpften während des Gottesdienstes ein Netz und befestigten es unterm Zeltdach. Schnüre dafür hatten sie auf Aufforderung des Pfarrers mitgebracht.

Am Vorabend hatte das Fest mit Chorgesang und Tanz im Festzelt begonnen. Am Sonntag begleitete der Posaunenchor den Gottesdienst, später spielte die Blaskapelle Blinß. Julia Pribbernow stellte mit Kindern Schmuck aus Specksteinen her.

Die Weißberghalle wird renoviert, sodass in diesem Jahr statt einer Kirmes rund um die Halle ein Dorffest auf der Wiese am Weihebach stattfand, die die Richelsdorfer ihr „Grünes Band“ nennen. Ortsvorsteher Wilfried Wetterau sieht es gern, dass dieser Streifen, entlang dessen sich Backhaus, Spielplatz und Minigolfbahn aufreihen, genutzt und belebt wird. (zmy)

Quelle: HNA

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