Debatte um Ortsumgehung geht weiter – Gegner warnen vor Folgen

Gemeinsam nach einer Lösung suchen

Blechkolonne: In Lispenhausen wälzt sich viel Verkehr durch den Ort. Archivfoto: Gottbehüt

Lispenhausen. Die Auseinandersetzung um die geplante Ortsumgehung in Lispenhausen geht weiter. Nachdem die Bürgerinitiative Pro Ortsumgehung kritisiert hatte, die Gegner der Umgehung hätten die Basis einer fairen, sachlichen Auseinandersetzung verlassen (wir berichteten), reagiert nun die die Initiative Pro Rotenburger Fuldaaue (IPRF).

Deren Sprecher Christian Riehl widerspricht erneut Aussagen, nach denen die Pläne für die Ortsumgehung im Vorfeld ausreichend bekannt gemacht worden seien. Er erklärt, es gehe nicht um die Transparenz der Umgehungspläne in den vergangenen Jahren, sondern in den jüngt vergangenen Monaten. Erst durch die Ankündigung der Schließung der Alheimerkaserne habe die Initiative Pro Ortsumgehung eine neue Chance für die Realisierung gesehen. Das sei auch damals der Wissensstand der IPRF gewesen. Deshalb bestand für niemanden zuvor Veranlassung, sich wöchentlich auf der Homepage des Verkehrsministeriums aktuell über den Sachstand der Ortsumgehung zu informieren.

Riehl spricht sich ebenfalls für eine Ortsumgehung aus, dabei allerdings für eine allgemeinverträgliche Lösung. Die jetzt auf dem Tisch liegende Trassenführung sei jedenfalls die denkbar schlechteste. Die Initiative setzt sich für eine Tunnellösung ein, sei aber offen für neue und bessere Vorschläge.

Nach hinten

Allerdings glaubt er, dass einer gemeinsamen Suche nach einer neuen Lösung Bedenken entgegenstünden, dass sich die Ortsumgehung erneut zeitlich nach hinten verschieben könnte. Vielleicht begnüge sich die Initiative Pro Ortsumgehung deshalb „mit dem Spatz in der Hand“, erklärte der IPRF-Sprecher. Diese Denkweise sei jedoch fatal für nachfolgende Generationen.

Riehl kritisiert, dass offenbar manchen egal sei, wo die geplante Trasse entlangführt. So würden Hinweise auf Lärmbelästigung für die Neubaugebiete durch Schall, Einkesselung des Unterdorfes durch Bahnlinie und neue Umgehungsstraße oder Hochwasser durch den Bau „nur mit einem Schulterzucken kommentiert“. Einig sei sich seine Initiative mit der Initiative Pro Umgehung darin, die Auseinandersetzung fair und sachlich zu führen, egal, welcher Seite man zuneige. (sis)

Quelle: HNA

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