Alheim fordert die Sanierung mehrerer Landstraßen und der Ortsdurchfahrt von Niedergude

Gemeinde will Druck machen

Soll saniert werden: Die Ortsdurchfahrt von Niedergude gilt auch bei der Straßenbehörde Hessen mobil als vorrangig. Die Erneuerung wurde bislang aber noch nicht in Angriff genommen. Foto: Janz

Alheim. Seit Jahren sollen mehrere Straßen in der Gemeinde Alheim von Grund auf saniert werden. Obwohl die Vorhaben in den Prioritätenlisten stehen, verzögern sie sich wieder und wieder. Nun will die Gemeinde mehr Druck auf die Verkehrsbehörde Hessen mobil ausüben, damit die maroden Straßen endlich erneuert werden.

Im Einzelnen geht es um die Landstraße zwischen Heinebach und Niedergude, deren Sanierung knapp 700 000 Euro kosten soll, und die Ortsdurchfahrt Niedergude, bei der allein die von der Gemeinde zu schulternde Erneuerung der Gehwege mit einer Viertelmillion Euro zu Buche schlägt. Auch die Strecke zwischen Niedergude und der Grenze zum Schwalm-Eder-Kreis sowie die Kreisstraße zwischen Wichte und Oberellenbach müssen nach Ansicht der Gemeinde dringend saniert werden.

Zusagen nicht gehalten

Angemeldet sind die Arbeiten seit Langem, doch geschehen ist noch nichts. „Es verwundert uns, dass die Zusagen von Hessen mobil nicht eingehalten werden“, sagte Bürgermeister Georg Lüdtke gegenüber der Gemeindevertretung. Deshalb wolle Alheim nun erneut nachhaken, wann die maroden Fahrbahnen endlich erneuert werden. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gemeindevertreter einstimmig. Geht es nach ihrem Willen, sollen alle Straßen wegen ihres schlechten Zustands in der Prioriätenliste des Landes als vorrangig eingestuft und die Sanierung bald begonnen werden.

Nach Angaben von Hessen mobil gilt die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Niedergude bereits jetzt als hochrangig. Dennoch seien andere Vorhaben noch dringender. Vor Ende 2014 gebe es daher keine Chance zum Ausbau der Ortsdurchfahrt.

Der Landkreis hat die Kreisstraße zwischen Wichte und Oberellenbach bereits im abgelaufenen Jahr 2012 in sein Investitionsprogramm aufgenommen. Dass trotzdem nichts passiert ist, liege daran, dass das Land Hessen das erforderliche Geld nicht zur Verfügung gestellt hat, heißt es in der Vorlage des Gemeindevorstands.

Als besonders dringend gilt die Sanierung der Straße zwischen Heinebach und Niedergude. „Ihr Zustand wird seit Jahren immer schlechter“, sagte Bürgermeister Lüdtke. Ihre Sanierung sei im Programmvorschlag von Hessen mobil für das Jahr 2013 enthalten. Ob sie tatsächlich aufgenommen werde, sei allerdings noch offen. Wenig Aussicht auf eine baldige Sanierung gibt es nach aktuellem Stand für die Straße zwischen Nieder- und Obergude sowie deren weiteren Verlauf bis zur Kreisgrenze. Laut Gemeindevorstand wird dieses Vorhaben als nachrangig bewertet. Es steht bislang nicht einmal im mittelfristigen Bauprogramm des Landes.

Einig sind sich die Alheimer Parlamentarier, dass die Straßen dringend erneuert werden müssen. „Das ist eine ganz wichtige Angelegenheit“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Schönborn. Allerdings fürchten die Gemeindevertreter, dass Alheim nicht die einzige Gemeinde ist, die nun Druck macht. „Notwendig ist die Sanierung aller Straßen, aber letztlich ist es eine Frage der politischen Gewichtung“, sagte der SPD-Chef Udo Aschenbrenner.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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