Gemeinde Wildeck muss weitere 400.000 Euro einsparen

Wildeck. Paukenschlag in Wildeck: Der bereits vorgelegte Entwurf des Haushaltsplans der Gemeinde für 2013 muss nachgebessert werden. Das Defizit am Ende des Jahres ist zu hoch.

Aufgrund der prekären Haushaltslage haben die Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretung sowie die Mitglieder des Gemeindevorstandes beschlossen, im Zuge der Debatte über den noch zu verabschiedenden Haushalt 2013 einen neuen Weg zu gehen: In einer gemeinsamen Klausurtagung aller Fraktionen, Funktionsträger sowie Mitarbeiter der Verwaltung der Gemeinde Wildeck soll versucht werden, das derzeitige Haushaltsdefizit von 970.000 Euro unter das Defizit vom Vorjahr zu drücken.

Das heißt, zu den jetzt schon beschlossenen Steuer- und Gebührenerhöhungen muss die Gemeinde weitere 400.000 Euro einsparen. Gelingt dies nicht, droht die Kommunalaufsicht damit, den Haushalt nicht zu genehmigen.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter am 21. März waren mit sehr großer Mehrheit aller Fraktionen bereits Steuern und Gebühren erhöht worden. Auf diesem Weg die Einnahmen der Gemeinde zu verbessern, könne nicht das Allheilmittel der Haushaltssanierung sein, heißt es in der Pressemitteilung des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung.

Wohnort muss bezahlbar bleiben

Dies sei den Bürgern Wildecks nicht unbegrenzt zumutbar. Wildeck als Wohnort und Lebensmittelpunkt müsse bezahlbar bleiben. Deshalb soll jetzt vor allem die Ausgabenseite der Gemeinde genauestens unter die Lupe genommen werden.

Aus diesen Gründen wird auch die Gemeindevertretersitzung, in der der Haushalt 2013 verabschiedet werden sollte, von Donnerstag, 18. April, auf Donnerstag, 6. Juni, verschoben.

Welche Wege der Haushaltskonsolidierung die Gemeinde Wildeck dieses Jahr und in Zukunft gehen will und welche Maßnahmen davon betroffen sind, wollen die Parlamentarier den Wildeckern in einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 16. Mai, im Bürgerhaus Obersuhl näher bringen.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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