Wildecker Parlament unterstützt FWG-Antrag, Patienten der Suchtklinik zu helfen

Gemeinde sucht Projekte

Wildeck. In den Wildecker Ortsteilen werden geeignete Arbeitsprojekte gesucht, die die Patienten der Suchtklinik Richelsdorf im Rahmen ihrer Therapie ausführen können. Der Gemeindevorstand hat den Auftrag, die Ortsvorsteher zu bitten, in ihren Ortsteilen Listen mit Vorschlägen zu erstellen, die dann der Suchtklinik übergeben werden sollen.

Das hat die Wildecker Gemeindevertretung auf Antrag der FWG-Fraktion in ihrer jüngsten Sitzung beschlossenn. Dafür stimmten 14 Gemeindevertreter: die Mitglieder der Fraktionen der CDU, FWG, Grünen und FDP. Die SPD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung.

Zäune reparieren

Die Einsatzgebiete sind vielseitig. Dazu gehören nach Angaben von Bernd Sauer (FWG) unter anderem Streicharbeiten, Baum- und Heckenschnitt, das Reparieren von Spielplätzen und Zäunen oder das Pflegen von Ruhebänken im Winter. Entscheidend sei, dass den Patienten Arbeitsbereiche zur Verfügung gestellt würden, die nicht kurzfristig abgearbeitet werden müssen. „Es soll kein Druck aufgebaut werden“, sagte Sauer.

Notwendiges Arbeitsmaterial muss von der Gemeinde gestellt werden. Die Leistung der Patienten gilt als Therapie und könne deshalb nicht in Rechnung gestellt werden, erklärte Sauer. Therapeuten der Klinik beaufsichtigen die Arbeiten. Unterstützung in diesem Bereich werde aber gern angenommen. „Wir hoffen, mit dem Antrag auch unseren Bauhof zu entlasten.“ Auch die FDP stimmte dem Antrag zu. Anderen Firmen dürfe aber nicht die Arbeit weggenommen werden, sagte Gerhard Bick.

„Das ist ein wenig heikel“, erklärte Armin Körzell, der Fraktionschef der SPD, warum sich seine Fraktion bei der Abstimmung enthielt. „Diesen Menschen muss geholfen werden, und sie sollen uns helfen“, sagte Körzell. „Wir wollen sie aber nicht ausnutzen und nicht in den regulären Klinikbetrieb eingreifen.“ (dup)

Quelle: HNA

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