Geldscheine flogen durch die Luft - Passanten riefen Polizei

Bebra. Das passiert einem normalerweise nur im Traum: Man geht durch die Stadt und sieht plötzlich Geldscheine durch die Luft flattern. Für Passanten in Bebra wurde das am Dienstag Wirklichkeit: Sie sahen gegen 13.30 Uhr in der Hersfelder Straße mehrere Euro-Scheine durch die Luft fliegen.

Auch auf der Straße lagen Scheine. Eine Passantin informierte sofort die Polizeistation in Rotenburg. Als die Streife in Bebra eintraf, waren zwei Frauen aus Bebra und Rotenburg und ein Passant aus Ronshausen noch damit beschäftigt, die Geldscheine einzusammeln. Von 5-Euro-Scheinen bis 50-Euro-Scheinen war alles dabei.

Die Passanten übergaben das Geld und das dazugehörende Portemonnaie, das sie ebenfalls gefunden hatten, an die Polizeibeamten.

In dem Geldbeutel befand sich auch der Personalausweis der Eigentümerin. Als die Polizei sich bei ihr meldete, um das Geld zu übergeben, stellte sich heraus, dass die 69-jährige Bebranerin noch gar nicht bemerkt hatte, dass sie ihr Portemonnaie verloren hatte.

Die Eigentümerin zählte das Geld. Sie geht davon aus, dass sehr wahrscheinlich der gesamte verlorene Betrag wiedergefunden wurde. Sie bedankte sich herzlich bei den Beamten und den Findern.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch können die Finder einen Finderlohn in Höhe von fünf Prozent der gefundenen Summe einfordern, bei einem Wert über 500 Euro sind es drei Prozent, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Das Portemonnaie der Bebranerin muss gut gefüllt gewesen sein. Um wie viel Geld genau es ging, will die Polizei nicht verraten. „Der nicht unerhebliche Wert des verlorenen Geldes wird aus Rücksicht auf die Eigentümerin nicht mitgeteilt“, heißt es im Bericht der Polizei. (dup)

Quelle: HNA

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