Betreuung junger Baumbestände im Stadtforst sollen Fremdfirmen übernehmen

Geld bei Waldpflege sparen

Ortstermin im Wald bei Mündershausen: Frank Holstein vom Weiteröder Forstbetrieb Holstein präsentiert dem Vorsitzenden des Forstausschusses, Heinz Schlegel, einen Harvester bei der Arbeit. Die Holzerntemaschine fällt Bäume in Sekunden. Foto: Meyer

Rotenburg. Künftig sollen auch bei der Pflege junger Baumbestände des Rotenburger Stadtwaldes Fremdfirmen eingebunden werden. Die Pflege solcher Bestände habe der Stadt bisher Kosten verursacht. Gemeinsam mit dem Weiteröder Forstbetrieb Holstein teste die Stadt im Moment, ob sich solche Pflegemaßnahmen auch kostenneutral für die Stadt abwickeln ließen. Das erklärte Förster Thomas Viel den Mitgliedern des Landwirtschafts- und Forstausschusses des Rotenburger Parlaments bei einer Forstbegehung im Wald bei Mündershausen, an der auch Forstamtsleiter Dr. Hans-Werner Führer teilnahm. Die Firma Holstein kann die bei der Pflege anfallenden Resthölzer, zum Beispiel wild gewachsene Birken, Fichten oder Kiefern, zu Hackschnitzeln verarbeiten, die als Brennmaterial dienen.

Fällen in Sekunden

„Durch diese Art der Wärmegewinnung werden fossile Energieträger eingespart und durch örtlich vorhandene regenerative Energie ersetzt“, heißt es in einer Mitteilung des Forstamts Rotenburg. Eventuell, so Viel, könne so künftig auch ein finanzieller Gewinn für die Stadt entstehen.

Bei der Waldbegehung verschafften sich die Ausschuss-Mitglieder ein Bild von der Arbeit eines sogenannten Harvesters. Die Holzernte-Maschine kann Bäume in nur wenigen Sekunden fällen und komplett entasten. Solche Maschinen von beauftragten Fremdfirmen, erklärte Viel, seien schon seit vielen Jahren im Rotenburger Wald im Einsatz.

In der Sitzung nach der Waldbegehung verabschiedete der Ausschuss den Forstwirtschaftsplan (siehe Hintergrund).

Heinz Schlegel, Vorsitzender des Ausschusses, wies in der Sitzung darauf hin, dass der Forstbereich bei der Umsetzung der im Forstwirtschaftsplan festgelegten Ziele enormen Schwankungen unterliege. Zu den schwer wägbaren Einflüssen gehörten die Klimaentwicklung, Stürme oder Unwetter.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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