Haushalt der Gemeinde Wildeck genehmigt – Grünes Band wird verschoben

Geld für Projekte fließt

Oberste Priorität: Im Wiesenweg in Hönebach wird die Kanalsanierung fortgesetzt. Starkregen hatte dort in diesem Jahr mehrfach Keller unter Wasser gesetzt. Foto: nh

Wildeck. Die Kommunalaufsicht des Landkreises hat den Haushalt der Gemeinde Wildeck für 2013 genehmigt. Die Genehmigung bedeutet grünes Licht für die im Haushalt geplanten Projekte.

Dabei haben nach Angaben des Ersten Beigeordneten Steffen Sauer (FWG) folgende drei Projekte oberste Priorität:

• Die Sanierung und Erweiterung der Weißberghalle in Richelsdorf: Sie soll möglichst bis Mitte 2014 abgeschlossen sein. In Kürze werden die Aufträge für die Installation der Heizung und der Lüftung sowie die Sanitär- und Elektroarbeiten vergeben.

• Die Sanierung der Kanäle in der Eisenacher Straße in Obersuhl: Vor Kurzem hat die Sanierung des letzten Abschnitts der Straße am Ortsausgang Richtung Bosserode begonnen.

• Die Fortsetzung der Kanalsanierung im Wiesenweg in Hönebach: Die Vorplanungen laufen. Starkregen hatte dort in diesem Jahr mehrfach Keller der Anwohner unter Wasser gesetzt und erhebliche Schäden angerichtet. „Wenn wir dort in diesem Jahr noch beginnen können, werden wir das tun“, betonte Sauer.

Im Anschluss an die Projekte, die oberste Priorität haben, sind weitere Vorhaben geplant:

• Die Neugestaltung des Grünen Bandes in Richelsdorf im Rahmen der Dorferneuerung: Die Umsetzung sollte in diesem Jahr beginnen. Sie wird aber verschoben, bis klar ist, dass die Erweiterung der Weißberghalle gut über die Bühne geht. Dem stimmte auch der Arbeitskreis Dorferneuerung zu. Aus dem Kreis kam die Anregung, schon im Vorfeld mit dem Fällen der Bäume in Eigenleistung zu beginnen.

• Die Kanalsanierung Am alten Berg in Hönebach.

• Die Erneuerung der Lüftungsanlage in der Kleinschwimmhalle Obersuhl: Die Schwimmhalle öffnet auf jeden Fall wieder ihre Pforten, voraussichtlich Anfang Oktober. Wann die Lüftung erneuert wird, steht noch nicht fest.

Jeder Kredit wird kontrolliert

Bis zur Genehmigung des Haushalts war es ein steiniger Weg. Die Gemeinde Wildeck hatte im Juni angesichts des Schuldenbergs zusätzlich 400 000 Euro einsparen müssen, damit der Haushalt genehmigt wurde.

Der Haushalt ist genehmigt, allerdings mit einer Einschränkung: Für jedes Projekt, für das Kredite aufgenommen werden, müssen diese Kredite nochmal einzeln genehmigt werden. „Wenn wir das Gesamtvolumen der geplanten Kredite nicht überschreiten, wird es aber keine Probleme geben“, ist sich Sauer sicher.

Ausgleich bis 2016

Wie die Kommunen unter dem Schutzschirm, so muss jetzt auch Wildeck noch ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen. In dem Konzept muss die Gemeinde darlegen, wie sie bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen will, berichtete der Erste Beigeordnete. Dabei geht es unter anderem um die Senkung der Engergiekosten in den gemeindeeigenen Gebäuden und eine finanzielle Beteiligung der Nutzer an den Unterhaltungskosten.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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