43-Jähriger buchte ohne Wissen einer 92-Jährigen per Online-Banking 9600 Euro ab

Geld vom Konto geklaut

Hersfeld-Rotenburg. Weil ein 43-jähriger Mann aus Rotenburg einer 92-jährigen Dame Geld vom Konto abgebucht hatte und es ohne Wissen der Seniorin auf das Konto seines Sohnes überwies, wurde er vom Amtsgericht Bad Hersfeld zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Ihm wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt und er muss 200 Euro monatlich an die 92-Jährige zahlen.

Der Angeklagte war gerichtlich bestellter Betreuer für die alte Dame. Er betreute ihr Vermögen und hatte eine Kontovollmacht. Im August dieses Jahres hatte der 43-Jährige per Online-Banking 9600 Euro vom Tagesgeldkonto der Betreuten auf ein Konto seines Sohnes überwiesen.

Angeklagter räumte Tat ein

Im Gerichtssaal räumte der Angeklagte die Tat ein. Er erklärte, dass er das Geld für sich selbst nutzte, um damit Schulden zu begleichen. Seit einem Jahr versuche er eine Anstellung zu finden. Zur Zeit ist er im PC-Bereich selbstständig tätig.

Die Staatsanwaltschaft sah es als positiv an, dass der Angeklagte die Tat gestand und keine Voreintragungen hat. Sie beantragte sechs Monate auf Bewährung mit einer Bewährungszeit von drei Jahren. Zu diesem Urteil kam auch die Richterin Silvia Reidt. Der Bewährungshelfer solle dem 43-Jährigen auch bei neuen Jobmöglichkeiten helfen. 200 Euro monatlich müsse der Angeklagte an die Geschädigte zahlen.

„Das ist ein krasser Vertrauensmissbrauch“, sagte Richterin Reidt zu der Tat. Sie wies darauf hin, dass der 43-Jährige bis heute noch kein Geld an die Frau gezahlt habe.

Der Angeklagte verzichtete auf weitere Rechtsmittel.

(kie)

Quelle: HNA

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