Vorschläge, wie die Rotenburger Kläranlage effizienter arbeiten kann

Geld und Energie sparen

Präsentation der Energieeffizienzanalyse an der Kläranlage: von links Hartmut Rössing und Stephan Heckeroth, Stadtwerke, Bürgermeister Grunwald, Ernst Bergbauer, RP Kassel, sowie Jürgen Wiese von der Gesellschaft für Umwelttechnik. Rechts Stadtwerke-Mitarbeiter Sebastian Schmidt-Schalles vor einem der Blockheizkraftwerke, die durch effizientere ersetzt werden. Fotos: Meyer

Braach. Die Kläranlage der Stadt Rotenburg in Braach soll künftig energieeffizienter arbeiten und so Geld einsparen. Dafür haben die Stadtwerke eine Energieeffizienzanalyse in Auftrag gegeben. Die Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik aus Fulda präsentierte jetzt die Ergebnisse der Analyse und schlug konkrete Maßnahmen vor. Dazu gehören:

• Die Vergrößerung des Vorklärungsbeckens soll 40 000 Euro kosten und bei Energie und Betriebskosten jährliche Einsparungen von rund 18 000 Euro mit sich bringen.

• Neue Pumpentechnik im Nachklärungsbecken wird etwa 60 000 Euro kosten und zu Einsparungen von rund 10 000 Euro jährlich führen.

• Die Erneuerung der Blockheizkraftwerke wird rund 320 000 Euro kosten. Die Blockheizkraftwerke verwandeln anfallendes Methangas in Wärme und Energie, die wiederum der Kläranlage zugeführt wird. Ihr Wirkungsgrad liegt derzeit bei nur 23 Prozent gegenüber 38 Prozent bei den erneuerten Anlagen. Die Kosteneinsparung soll bei 32 000 Euro jährlich liegen.

Diese Maßnahmen sollen nach der Genehmigung des Wirtschaftsplans innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre umgesetzt werden. Dazu kommen weitere Maßnahmen.

Das Klärwerk reinigt das Abwasser der Stadt Rotenburg und der Gemeinde Alheim mit Ausnahme von Licherode. Es verbraucht jährlich über 900 000 Kilowattstunden Strom. Etwa ein Drittel davon stammt aus den Blockheizkraftwerken innerhalb der Anlage. Die Effizienzsteigerung durch die Umsetzung der Maßnahmen soll dazu führen, dass der Energiebedarf in den nächsten Jahren um knapp 200 000 Kilowattstunden sinkt. Gleichzeitig kann der Anteil der Eigenproduktion laut Analyse auf mittlere Sicht auf etwa 500 000 Kilowattstunden ansteigen.

Die Analyse kostete etwa 31 000 Euro. Über 23 000 Euro davon stammen aus dem Fördertopf „Energieeffizienz auf Kläranlagen“ des Hessischen Umweltministeriums. Den Rest tragen die Stadtwerke Rotenburg. (zmy)

Quelle: HNA

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