Geld auch für das kleinste Dorf 

Rotenburg will 70 Projekte für 1,3 Mio. Euro umsetzen

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Hier soll kräftig investiert werden: Das Rotenburger Campingplatz-Gebäude soll 2017/2018 saniert werden. Unser Archivbild zeigt Pächterin Ute Hollenbach-Köberich vor dem historischen Gebäude. 

Rotenburg. Warmer Regen rauscht über die Stadt, und viele wollen ein paar Tropfen abhaben. 

Die kommunalen Investitionsprogramme von Bund und Land mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Millionen Euro für Rotenburg und die Stadtteile sind nun aufgeteilt worden.

Unstrittig war von Beginn an, das die Hälfte, der Anteil des Bundes, für die Sanierung der Kindertagesstätte an der Egerländer Straße genutzt werden soll. Über die andere Hälfte hat ein Arbeitskreis der Kommunalpolitiker entschieden, dem von der Stadtverwaltung zugearbeitet worden war. Einfach war das nicht, waren sich die Sprecher aller Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung einig.

127 Anträge waren eingegangen, die ein Gesamtvolumen von vier Millionen Euro umfassten. Die CDU hatte bereits zum Ende der vergangenen Legislaturperiode eine Liste mit Projekten vorgelegt. Hinzu kamen die Vorschläge von anderen Fraktionen, Ortsbeiräten, Verwaltung, Behindertenbeauftragtem und Familienbeirat.

In Angriff genommen werden nun 70 Projekte für insgesamt 1,3 Millionen Euro. Sie reichen von der Sanierung des Campingplatzhauses in Höhe von 190 000 Euro bis hin zum Schottern eines Feldwegs bei Schwarzenhasel für 660 Euro. Sollte sich ein Projekt nicht realisieren lassen, wird zur Ersatzliste gegriffen.

Die Stadtverordneten waren sich einig, dass sie nach besten Wissen und Gewissen entschieden haben (Wolfgang Bodenstein, SPD). Und dass die Liste weder vollständig noch komplett richtig sein kann (Jonas Rudolph, CDU).

Berücksichtigt wurden dringend Notwendiges - wie ein Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Mündershausen - und die Einwohnerzahl der Stadtteile, berichtete Rudolph aus dem Arbeitskreis. Fast 50 kleinere Projekte im einstelligen Tausender-Bereich sollen realisiert werden - von der neuen Anzeigetafel für die Bernhard-Faust-Halle bis zu neuen Vorhängen im Dorfgemeinschaftshaus Seifertshausen. Kleinigkeiten, die, wie Rudolph ausführte, bisher mangels Geld nicht erledigt werden konnten, aber Ehrenamtlichen das Leben erleichtern.

Ein Schwerpunkt aus mehreren Projekten wurde für alles gesetzt, was mit Tourismus und Stadtentwicklung zu tun hat - zum Beispiel der Bau einer barrierefreien Toilette in der Innenstadt oder offenes W-Lan.

Einig waren sich die Kommunalpolitiker über das konstruktive Klima im Arbeitskreis und die gute Unterstützung durch Verwaltungsmitarbeiter.

Ein bisschen Wasser in den Wein goss Markus Vöckel (SPD), der den Bedarf des Jugendzentrums hoch einschätzt. Ob der Jugendhausbeirat entgegen der Ankündigung, alle Beiräte anzufragen, nicht angeschrieben worden sei, fragte er Bürgermeister Christian Grunwald. Der musste bei der Antwort passen, meinte aber, dass das Programm verwaltungsintern und somit den Jugendhausmitarbeitern bekannt gewesen sei.

Quelle: HNA

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