Gemeinde beteiligt sich an Erschließungskosten für Gewerbegebiet in Sontra

Geld für alte Kaserne

Nentershausen. Beim geplanten Gewerbegebiet auf dem Gelände der ehemaligen Husarenkaserne in Sontra ist die Gemeinde Nentershausen mit im Boot: Die Nentershäuser Gemeindevertretung stimmte am Mittwochabend einstimmig dem Erwerb der Kasernen-Flächen durch die Stadt Sontra zu. „Nentershausen beteiligt sich laut der beigefügten Kostenschätzung 2012 anteilig an den Erschließungskosten“, heißt es in dem Beschluss.

Die Stadt Sontra will das gesamte Gelände mit einer Fläche von 24 Hektar kaufen. Dort soll ein Industrie- und Gewerbegebiet entstehen. Sontra will die Flächen an Interessenten weiterverkaufen.

Auch Fotovoltaik

Auf einem Teilbereich von vier Hektar will ein Kaufinteressent Fotovoltaik-Anlagen aufstellen. Auch für Teile der restlichen 20 Hektar gibt es bereits konkrete Kaufinteressenten. Das berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) vor der Abstimmung.

Von dem Gewerbegebiet sollen auch Nentershausen und Herleshausen profitieren, die mit Sontra zum Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit zusammengeschlossen sind.

Die drei Kommunen werden anteilig – entsprechend ihrer Einwohnerzahl – an Kosten und Erträgen beteiligt. Für die Erschließung der Fläche ist der Zweckverband zuständig.

50 000 Euro in diesem Jahr

Der Zweckverband soll, so die Planung, 2012 etwa 238 000 Euro an Erschließungskosten aufbringen, 2013 etwa 193 000 Euro. Damit wäre das gesamte Gelände erschlossen. Nentershausen soll sich 2012 mit etwa 50 000 Euro beteiligen, 2013 mit 40 000 Euro.

Die Beteiligten hoffen, dass durch den Verkauf der Flächen die Erschließungskosten abgedeckt werden können. Außerdem würde die Gemeinde Nentershausen nach einem Einwohnerschlüssel anteilmäßg Einnahmen aus der Gewerbesteuer erhalten.

Die CDU-Fraktion hatte sich in der Parlamentssitzung am Mittwochabend dafür eingesetzt, dass in den Beschluss, dass sich die Gemeinde anteilmäßig an den Erschließungskosten beteiligt, die Formulierung „laut beigefügter Kostenschätzung“ eingefügt wird. Die CDU wollte damit erreichen, dass die für die Erschließungskosten zu zahlende Summe nicht unerwartet höher wird.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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