Landwirte stellen Pflanzen vor: Gelber Senf im November

Genau untersucht: Rainer Even vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen Fritzlar beschreibt Merkmale des Bodens. Foto: nh

Nentershausen. Blühende Felder Ende Oktober oder gar noch im November? Sie bestimmen zwar nicht das Landschaftsbild, dennoch sind gelb blühender Senf oder eine violett blühende Phacelia in vielen Gemarkungen anzutreffen.

Michael Krieger und Lars Steinhäuser, Landwirte aus Nentershausen, haben, in Zusammenarbeit mit Karl-Heinrich Claus, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) Petersberg, im August Zwischenfrüchte ausgesät. Anlässlich eines Feldtages in der vergangenen Woche wurden diese Arten und Saatmischungen Landwirten und einer landwirtschaftlichen Berufsschulklasse aus Bebra vorgestellt.

Jan Schrimpf (LLH Fritzlar) erläuterte zunächst die vielen Vorteile, die der Anbau dieser Pflanzen hat. Zwischenfrüchte werden nach der Ernte der Hauptfrucht (meist Getreide) im Sommer ausgesät. Sie kommen für Flächen infrage, die erst im Frühjahr wieder mit einer Hauptfrucht (Sommergerste, Hafer, Mais, Ackerbohnen) bestellt werden. Je länger die Pflanzen auf der Fläche stehen bleiben, umso höher ist ihr Nutzen einzustufen.

Gewässer stabil halten

Georg Dreischulte vom Büro IGLU wies darauf hin, dass der Anbau von Zwischenfrüchten ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sei. Diese zielt darauf ab, den Zustand der Gewässer stabil zu halten und zu verbessern. Dreischulte stellte danach das Konzept zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Raum Bebra/Nentershausen vor. (red)

Quelle: HNA

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