Immobilien- und Grundstücksbörse soll Anbieter und Suchende in Ronshausen zusammenbringen

Gegen Leerstand und Lücken

Viel Engagement für Ronshausens Zukunft: Bürgermeister Markus Becker, links im Bild, ist dankbar für die vielen engagierten Ronshäuser deren Ideen nun von Zukunftswerkstatt-Leiter Irmfried Riemenschneider zusammengeführt werden. Foto: Gottbehüt

Neben der Energie gebe es auch beim Thema Leerstand und Baulücken bereits gute Vorschläge aus der Ronshäuser Zukunftswerkstatt, berichtet deren Leiter Irmfried Riemenschneider.

„Die dafür zuständige Arbeitsgemeinschaft hat Haus- und Grundstückseigentümer mit Leerstand ausfindig gemacht, um vorzubereiten, diese anzuschreiben und zu befragen, ob sie ihren Besitz verkaufen würden.“ Möglich sei, diese Informationen zum Beispiel auf der Internetseite der Gemeinde Ronshausen in Form einer Immobilien- und Grundstücksbörse einzustellen, um so mögliche Kaufinteressenten mit den Eigentümern der Objekte in Kontakt zu bringen.

Weiteres Ergebnis der Zukunftswerkstatt ist, dass angesichts der enorm gestiegenen Energiepreise auch die Heizungsanlagen des Machtloser Dorfgemeinschaftshauses und im Haus des Gastes auf den Prüfstand müssten. „Haben wir 2009 noch 25.000 Liter für 12.000 Euro im Haus des Gastes getankt, kostete es 2011 für 20.000 Liter – also weniger – dort bereits 16.500 Euro“, rechnet Bürgermeister Markus Becker vor. Mit 22.000 Litern im Haus des Gastes und 6500 Litern in Machtlos habe man enorme Jahresverbrauchszahlen. „Das lässt sich nur mit der annähernd 30 Jahre alten Heizungstechnik erklären – die ist nicht mehr zeitgemäß und müsste schleunigst ausgetauscht werden“, sagt der Rathauschef.

Altes DGH bleibt dicht

Das alte Ronshäuser Dorfgemeinschaftshaus soll – wie bereits berichtet – nicht mehr weiterbetrieben werden. „Was genau damit passieren soll, wird Gegenstand der Januar-Sitzung des Gemeindeparlamentes sein“, kündigt der Bürgermeister an.

Die Zukunftswerkstatt arbeite an Nutzungskonzepten und Trägermodellen für alle öffentlichen Einrichtungen – auch für den Badepark, erklärt Riemenschneider. Ziel sei es, die Auslastung der Einrichtungen zu verbessern. Auch über die Gründung von Fördervereinen werde nachgedacht.

Zudem gebe es die Idee, sich an die bestehende Energiegenossenschaft in Wildeck anzuschließen. Dies soll laut Becker zunächst in Gesprächen ausgelotet werden.

Eine Zusammenfassung aller bisherigen Ergebnisse aus den Zukunftswerkstatt-Arbeitsgruppen erwartet alle Interessierten dann am Dienstag, 15. Januar, bei der Präsentation ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes. (pgo)

Quelle: HNA

Kommentare