Verlegung geplant

Gefahrenstelle Zebrastreifen am Rotenburg-Center soll entschärft werden

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Heikle Situation: Fußgänger, die vom Einkaufszentrum zur Brücke über die Bahn wechseln wollen, können von Autofahrern erst sehr spät gesehen werden. Besonders Kinder sind hinter der Brüstung nicht sichtbar und somit gefährdet.

Rotenburg. Bisher haben die Fußgänger am Zebrastreifen beim Rotenburg-Center Glück gehabt. Es gab noch keinen Unfall an dieser potenziellen Gefahrenstelle an der Auffahrtsrampe zum Einkaufszentrum. Jetzt soll der Zebrastreifen verlegt werden. Das ist aber nicht die einzige Neuerung, die kommen soll.

Jürgen Schöll, der beim Investor Sepa für das Einkaufszentrum zuständig ist, erklärte, dass die Verlegung des Fußgängerüberwegs um einige Meter nach hinten auch mit der Polizei abgesprochen sei. Außerdem sollen Geländer angebracht werden, die verhindern, dass Kunden dennoch den direkten Weg nehmen. Selbst wenn sich Autofahrer an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit halten, können sie nur schwer auf Menschen reagieren, die plötzlich hinter der Brüstung hervortreten. Außerdem gibt es immer Fahrer, die zu schnell unterwegs sind.

In der Planungsphase des Centers habe es seitens der Behörden keine Einwände gegen das aktuelle Modell gegeben, berichtete Schöll. Allerdings wolle man handeln, bevor es zu einem Unfall kommt.

Jetzt, vier Monate nach der Einweihung des Rotenburg-Centers, justieren Management und Mieter nach und reagieren dabei auch auf Kundenwünsche. So sollen in der „Hauptstraße“ des Centers, dort, wo zum Beispiel Edeka- Müller und Depot angesiedelt sind, zwei Sitzbänke aufgestellt werden, die vor allem älteren Kunden eine Ruhepause beim Einkaufen ermöglichen können. Mehr als zwei Bänke sind in diesem Bereich aus baurechtlichen Gründen nicht möglich, sagte Schöll. Der Fluchtweg müssen in voller Breite erhalten bleiben.

Optisch wird ebenfalls nachgearbeitet: Die weißen Wände sollen zum einen mit Plakaten geschmückt, zum anderen mit Wegweisern versehen werden, damit Kunden die Übersicht behalten.

„Wir müssen auch an Kleinigkeiten arbeiten“, sagt Christian Lange, Betreiber des Edeka-Marktes im Center. Wenn im Fahrstuhl zum Beispiel „Mall“ als Endpunkt stehe, helfe das besonders älteren Kunden wenig. Diese Bezeichnung müssten durch eine allgemein verständliche ersetzt werden.

Das buchtstäblich größte Projekt steht jetzt kurz vor der Umsetzung: Am Heienbach-Kreisel soll ein acht bis zehn Meter hoher Werbepylon als Wegweiser für Kunden entstehen. Bisher zeigt nur ein relativ unscheinbares Schild die Ausfahrt zum Center an.

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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