Gefahr durch Impfstoffe: Entwarnung im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Die Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg müssen sich keine Sorgen machen. Der Auslieferungsstopp von Grippeimpfstoffen des Pharmaproduzenten Novartis betrifft nur die neuen, noch nicht verabreichten Stoffe.

„Das betrifft niemanden, der bereits geimpft wurde“, sagt Adelheid Merle, Ärztin beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das für die Zulassung für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die Freigabe einzelner Produktionsreihen der Influenzaimpfstoffe zurückgenommen, da es zu Ausflockungen im Impfstoff kommen könnte. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, da es dadurch zu Nebenwirkungen wie roten Stellen an der Einstichstelle oder allergischen Reaktionen kommen könnte. Dies betreffe aber nur Impfstoffe, die noch nicht verimpft wurden, das heißt, nicht die Patienten, die bereits vor Wochen geimpft worden sind, sagt Adelheid Merle.

Nicht betroffen

„Wir sind davon nicht betroffen“, erklärt auch Dr. Martin Ebel, Sprecher des Hausärzteverbandes Hersfeld-Rotenburg, zu den Impfstoffen von Novartis. Er habe keine Stoffe von diesem Pharmaproduzenten verwendet. Bei der Apotheke Holzapfel in Friedlos sieht es ähnlich aus. „Wir haben keinen Impfstoff von Novartis bezogen“, betont Eckhard Holzapfel.

„Eine Grippesaison wird für die Nordhalbkugel zwischen November und April erwartet, der Höhepunkt liegt meist im Januar und Februar. Das lässt sich aber ebenso wie die Intensität der Grippewelle nie genau vorhersagen“, erklärt Amtsärztin Merle.

Jedes Jahr wieder auffrischen

Grundsätzlich könne man sich immer impfen lassen. Es dauere zwei Wochen, bis der Impfschutz aufgebaut ist. „Da die Grippeviren von Jahr zu Jahr variieren, muss die Impfung jedes Jahr wieder erneuert werden“, erklärt Merle. (kie)

Quelle: HNA

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