Hohe Kosten und fehlendes Personal in Fulda

Geburtshaus stellt die Geburtshilfe ein

Fulda. Aufgrund von Personalmangel und wegen des hohen Kostendrucks kann das Geburtshaus am Heinrich-von-Bibra-Platz in Fulda ab April 2014 vorerst keine Geburtshilfe mehr anbieten. Das teilt die Einrichtung mit. Die Hebammen leisten aber weiterhin Betreuung während und nach der Schwangerschaft.

Fehlendes Personal und hohe Kosten hätten das Team zu dieser Entscheidung gezwungen, sagt Ellen Bittorf, Geschäftsführerin des Geburtshauses und Familienzentrums. Das Angebot zur außerklinischen Geburt sei in der Region sehr gut angenommen worden. Die Suche nach weiteren Hebammen habe sich jedoch schwierig gestaltet. „Die laufenden Kosten sind für ein kleines Haus sehr hoch, genauso wie die Hebammen-Versicherungen, die im nächsten Jahr nochmals kräftig ansteigen sollen“, erklärt Ellen Bittorf.

Mit ihrer Arbeit wollten die selbständigen Hebammen die Eigenverantwortung sowie das Gesundheitsbewusstsein der Frauen stärken, die Geburt nach ihren persönlichen Vorstellungen bewusst und selbstbestimmt zu erleben.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, zumal das Geburtshaus das einzige in der Region ist. Für Schwangere im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist ab April das Geburtshaus in Kassel die nächstgelegene Einrichtung. Bittorf hofft, dass die außerklinische Geburtshilfe später wieder aufgenommen werden kann. (red/zac)

Quelle: HNA

Kommentare