GDL sorgt für Unordnung

Streik bei der Bahn: ICE steht fast drei Stunden auf dem Weg nach Fulda

Bebra/Bad Hersfeld. Die Auswirkungen des Warnstreik bei der Deutschen Bahn im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind größer, als die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) zuvor angenommen hatte. Auf der Strecke nach Fulda steht derzeit ein ICE. Er hat fast drei Stunden Verspätung.

Aktualisiert um 19.53 Uhr

Von 18 bis 21 Uhr legten Lokführer, Zugbegleiter und anderes Güterverkehrpersonal im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Arbeit nieder. Auch der Zugführer des ICE1544 trat in den Ausstand, kurz nachdem er um 18.16 Uhr Bad Hersfeld verlassen hatte.

Die Bahn-Internetseite gibt für den Zug zwischenzeitlich über 160 Minuten Verspätung an. Auch ein späterer ICE soll bereits mit weit über zwei Stunden Verspätung in Bad Hersfeld ankommen. "Die Bewohner der Region bekommen diesen ersten Warnstreik nicht zu spüren", hatte der Vorsitzende der GDL-Ortsgruppe Bebra, Thomas Mühlhausen, noch vor Beginn des Streiks erklärt.

 Durch den Warnstreik kämen vor allem interne Abläufe der Bahn in Unordnung, weil Personalumläufe und der geplante Einsatz von Lokomotiven durcheinandergebracht werden, sagte Mühlhausen. Er sieht den Warnstreik auch als ein Signal an die Kollegen: "Jetzt ist Streik, wir stehen als ein Team zusammen."

Für die GDL-Mitglieder der Deutschen Bahn ist es der erste Streik seit 2008, sodass sich die Gewerkschafter nun auch erst einmal organisieren müssten. (mcj)

Quelle: HNA

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