Landwirte befürchten Ernteeinbußen – Freibäder blieben zu

Gastronomie: Regen hält die Gäste fern

Hersfeld-Rotenburg. Nieselregen, starke Schauer und nur kurze Trockenphasen: Das schlechte Wetter in Mai und Juni hat nicht mehr nur Auswirkungen auf das Gemüt, sondern auch auf das Gewerbe im Kreis. Den Gastronomen schwimmt ihr Frühjahrsgeschäft in der Außengastronomie förmlich davon, Freibäder bleiben leer, und in der Landwirtschaft werden sogar Ernteeinbußen befürchtet.

„Zurzeit leiden besonders die Grünlandbauern unter der Witterung“, sagt Thilo Frankfurth vom Kreisbauernverband. So sei das Gras viel zu nass, um gemäht zu werden. In etwa einer Woche habe es den Punkt der optimalen Nährstoffkonzentration für die Einlagerung als Silage überschritten. Auch für das im April ausgebrachte Sommergetreide sei es zu feucht. „Das viele Wasser zieht die jungen Pflanzen stark in Mitleidenschaft“, sagt Frankfurth.

Nicht viel besser ergeht es den Gastronomen. Viele der kalkulierten Einnahmen bleiben aus, Tische im Außenbereich vieler Restaurants und Hotels leer. „Für den Mai verzeichnen wir drastische Umsatzeinbußen“, bestätigt Anja Krebs, Restaurantleiterin des Bad Hersfelder Pier 1. Das Fuldahochwasser habe sogar den Strand vor der Ausflugsgaststätte samt den Tischen mitgerissen. Maik Opitz, Küchenleiter des Rotenburger Posthotels, bezeichnet das Terrassengeschäft als stark rückläufig: „Sonst hatten wir schon ab der Osterzeit einen starken Besucherandrang. In diesem Jahr konnten wir die Terrasse erst an zwei Tagen öffnen“. Auch die Fahrradtouristen, die sonst gerne im direkt am Fuldaradweg gelegenen Posthotel gastierten, blieben aus.

Das schlechte Wetter lässt auch den Badebetrieb brachliegen. So blieb der Bade-Park Ronshausen bislang ganz geschlossen. Er wird – besseres Wetter vorausgesetzt – erst am morgigen Mittwoch geöffnet werden, sagt Verwaltungsangestellte Beate Killmer. Seite 2 Hintergrund, Zum Tage

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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