Gasthaus Dietz geschlossen, Zukunft ungewiss

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Geschlossen: Das Gasthaus Dietz hat seine Pforten geschlossen, seine Zukunft ist noch offen. Rechts im Bild der Saal, der einst den „Club Manhattan“ beherbergt hatte.

Lispenhausen. Seit vier Wochen ist das traditionsreiche Gasthaus Dietz an der Nürnberger Straße in Lispenhausen geschlossen.

Die Pächter, Hans-Peter Koch und Regina Wölk, haben ihre Tätigkeit nach 21 Jahren aus gesundheitlichen Gründen beendet.

Die Gaststätte und das Nebengebäude, das über Jahrzehnte die kreisweit legendäre Discothek „Club Manhattan“ beherbergte, gehören Familie Führ aus Ersrode. Was aus den Gebäuden werden soll, steht nach Angaben von Rüdiger Führ noch nicht fest. Derzeit liefen Verhandlungen, erklärte er. Einzelheiten waren nicht zu erfahren.

Das Schicksal des Gasthauses, vor allem aber das des ehemaligen „Clubs“ lässt kaum einen im Landkres unberührt, der die 45 überschritten hat. Die Discothek war Ziel Tausender junger Leute in den 60er- und 70er-Jahren. Die Straßen rund um den Club waren am Wochenende zugeparkt. Die DJs hatten Prominentenstatus, bei Live-Auftritten, etwa von den „Soulful Dynamics“, ging die Post ab.

Eltern betrachteten das Ziel der feierwütigen Jugend vor allem in der Anfangszeit eher argwöhnisch oder verboten sogar den Besuch - wurde doch der Club auch gern von amerikanischen GIs besucht, die bei der Landbevölkerung nicht den besten Ruf hatten. Bei Licht mochte man den Laden in den frühen Jahren nicht so gern betrachten, musste man ja auch nicht. Mitte der 70er-Jahre, nach Pächterwechsel und Umbau, ging es dann gediegener zu. Da begann die Zeit von Disco-Fox und Saturday Night Fever, die im Club allerdings nicht lange währte. Die Besucherzahlen sanken rapide, das Partyvolk zog weiter, der Club schloss vor über 30 Jahren. (sis)

Wie war ihre Club-Zeit?

Erinnern Sie sich an Ihre Nächte im Club Manhattan? An Rock, Soul und Disco-Fox? An die steile Zugangstreppe, den Stempel, den es an der Eingangstür gab? An Kirmesbesuche und die verqualmte Luft dort? Vielleicht sind Sie auch heimlich, ohne Erlaubnis der Eltern dort gewesen? Erzählen Sie uns und allen anderen HNA-Lesern von Ihren Erlebnissen. Vielleicht haben sie auch noch Bilder von Ihren besuchen im Club.

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HNA-Redaktion

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Quelle: HNA

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