Drei Niederellenbacherinnen nutzen das schöne Wetter

Gartenbesitzer machen ihre Pflanzen winterfest

Nur noch ein kleines Stück, dann gibt's Kaffee und Kuchen: Emma Hof (vorne) macht zusammen mit ihrer Nichte Margrit Rüppel (links) und ihrer Tochter Edith Knoke den Garten winterfest. Foto: Schankweiler-Ziermann

Niederellenbach. Nicht nur auf den Feldern ist die Ernte eingeholt. Auch waldhessische Gartenbesitzer holen in diesen Tagen die letzten Salate vom Beet und bereiten ihren Garten auf den Winter vor.

"Der Endivien bleibt noch stehen - das ist der Rest vom Schützenfest", meint Emma Hof. "Den machen wir uns noch", ergänzt ihre Nichte Margrit Rüppel. "Rüppel, nicht Rüpel", beugt sie vorsichtshalber jedem Missverständnis vor. Endivien mit Rippchen sollen es werden.

Derweil hackt Margrit eifrig weiter im Gemüsegarten ihrer Tante Emma Hof. Die freut sich über die Hilfe, denn der Garten ist groß und hat übers Jahr hinweg für Karotten, Gurken, Zucchini, Zwiebeln und noch vieles mehr gesorgt, das den Speiseplan von Emma und ihrem Mann Johannes Hof bereichert hat.

Sonnigen Herbsttag nutzen

Margrit und Emma hacken nicht allein den guten Mutterboden auf. Es ist ein Trio, das den sonnigen warmen Herbsttag in Niederellenbach nutzt, um den Garten in Ordnung zu bringen. Emmas Tochter Edith Knoke ist aus Frankfurt gekommen und zu dritt haben die Frauen sichtlich Spaß an der Arbeit.

Die Kartoffeln am Haus der Hofs sind in diesem Jahr gut gediehen. Die drei empfehlen Kartoffelkuchen. Dazu reibt man rohe Kartoffeln grob, gibt Haferflocken, gewürfelte Zwiebeln, zwei Eier, durchwachsenen Speck, Salz und Pfeffer dazu und backt das ganze auf dem Blech im Ofen. Davon werde man "nur alst fetter", kommentiert Emma Hof. Margrit sieht das locker: "Warum sich das Leben schwer machen?", fragt sie, und alle stimmen fröhlich ein.

"Wir kommen gut zurecht miteinander", meint Margrit. "Das wäre ja auch noch schöner", ist Emmas trockene Erwiderung. Mit fast 90 Jahren schafft sie den großen Garten nicht mehr alleine, den schon ihre Mutter und ihre Großmutter bewirtschaftet haben.

Das Ende ist abzusehen

Es ist 15.45 Uhr, das Ende ist abzusehen: Nur noch fünf, sechs Quadratmeter fehlen, und die Arbeit ist geschafft. Dann gibt es Apfelkuchen mit dicken Streuseln. Selbstgebacken, versteht sich.

Emma Hof übrigens zieht dem Endivien mit Rippchen Heringssalat mit Pellkartoffeln vor.

Quelle: HNA

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