Der Außenbereich vor dem Rotenburger Bahnhof wird attraktiver gestaltet

Garten wird höhergelegt

Bauarbeiten am Bahnhof: Die Außenanlagen des Bahnhofsgebäudes (links) mit dem neuen Bürger- und Tourismusentrum (rechts) werden neu gestaltet. Das Bahnhofsgärtchen in der Mitte wird dabei um 1,2 Meter höhergelegt. Foto: Steinbach

Rotenburg. Der Vorplatz und das Gärtchen am Rotenburger Bahnhof sind derzeit Baustelle. Für insgesamt 680 000 Euro wird der gesamte Außenbereich am Bahnhofsgebäude umgebaut und saniert.

Das Bahnhofsgärtchen soll auf der kompletten Fläche um etwa 1,2 Meter angehoben werden, auf die halbe Höhe zwischen Poststraße und Bahnhofsvorplatz. Damit sollen Bahnhof und angrenzendes Bürgerzentrum für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer über das Gärtchen und neue, bequeme Rampen gut erreichbar werden.

Zudem würden die Parkplätze entlang der Poststraße umgestaltet, berichtet Rotenburgs Bauamtsleiter Gerhard Klöpfel. Die Stellplätze werden in Richtung Posthotel schräg angelegt, um künftig leichter ausparken zu können. Außerdem wird ein Weg angelegt, der von der Stadt über das Bahnhofsgärtchen in Richtung Posthotel führt. Auch die Fahrbahn von der Poststraße zum Bahnhof wird saniert und die Grünfläche neu bepflanzt.

Die Umgestaltung der Außenanlagen ist aber nur der erste Schritt. Im Sommer können nach Einschätzung Klöpfels die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Bahnhofsgebäude beginnen. „Das steht uns schon im Nacken“, sagt der Bauamtschef.

Das Bahnhofsgebäude soll für insgesamt 1,45 Millionen Euro um- und ausgebaut werden. Die Stadt Rotenburg bekommt dafür 608 000 Euro Zuschuss vom Land Hessen. Mit dem Vorhaben ist die Stadt, die das aus dem Jahr 1870 stammende Bahnhofsgebäude bereits Anfang 2009 von der DB Services Immobilien GmbH gekauft hatte, im Zeitverzug. Eigentlich sollten die Bauarbeiten längst begonnen haben, doch der Zuschuss ließ auf sich warten. Deshalb wurden die Arbeiten an den Außenanlagen vorgezogen. Der Umbau des Bahnhofsgebäudes wird nun bis 2013 dauern.

Im Bahnhof an der Strecke Kassel – Bebra halten täglich 40 Züge des Eisenbahnunternehmens Cantus. Gegenüber dem Bahnhofsgebäude befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) der Stadt mit Busanschluss zu den Stadtteilen und Nachbargemeinden. Der in die Jahre gekommene Warteraum und die öffentliche Toilettenanlage im Bahnhof sollen umgebaut werden, um die Aufenthaltssituation für die Fahrgäste zu verbessern. Geplant ist zudem der Einbau neuer Fenster und Türen sowie eine bessere Wärmedämmung des historischen Gebäudes.

Bäcker und Bistro

Auch ein Bäcker und ein Kiosk mit Bistro sollen einziehen, nach einem Pächter wird bereits gesucht. Fahrgastinformation und Fahrkartenverkauf übernimmt weiterhin das Reisebüro Zilch, das künftig größere Räume im Bahnhof bekommt. Am südöstlichen Ende des Bahnhofsgebäudes sollen Büroräume für den Verband Mittleres Fuldatal eingerichtet werden, der künftig auch das erste Obergeschoss des Gebäudes nutzt. Durch den Einbau einer neuen Rampe am Haupteingang wird der Bahnhof barrierefrei nutzbar. Der künftige Bistrobetrieb erhält auf dem angrenzenden Podest neben dem Haupteingang eine Fläche für die Außenbewirtung in den Sommermonaten.

Mit den Um- und Ausbauarbeiten soll das Bahnhofsumfeld aufgewertet werden und den Fahrgästen künftig ein moderner und attraktiver Bahnhof zur Verfügung stehen.

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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