Raumausstatter-Firma Apel feiert 25-jähriges Bestehen – Sortiment immer breiter

In der Garage fing alles an

Starkes Team: die Mitarbeiter der Raumausstatter-Firma, die ihr 25-jähriges Bestehen am Bebraer Standort feiert. Der 81-jährige Heinrich Apel, Zweiter von rechts, ist Firmengründer und Chef. Foto: Meyer

Bebra. Die Geschäfte liefen hervorragend, die Kunden, guten Service gewohnt, verlangten ein breiteres Sortiment. Die Asmushäuser Raumausstatter-Firma Apel benötigte mehr Lager- und Verkaufsraum und errichtete am Wiesenweg in Bebra eine große Halle. In diesen Tagen feiert das Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen an diesem Standort.

Die Firmengründung indes liegt viel weiter zurück: Im Jahr 1951 eröffnete Heinrich Apel in einer Garage in Asmushausen einen Verlegerbetrieb für Fußböden. Apel hatte Sattler und Polsterer gelernt und wagte dann, kaum 20 Jahre alt, den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute ist er 81 und leitet noch immer das Unternehmen. Das Risiko einer Unternehmensgründung, sagt er, sei früher nicht so groß gewesen wie heute.

Linoleum und PVC-Böden verkaufte und verlegte die Firma. Das florierende Geschäft zog um in den ehemaligen Tanzsaal der Gaststätte Spies. Apel wurde zum Raumausstatter mit Gardinen und Teppichböden. Tanja Ried erinnert sich noch, wie sie dort als Kind zwischen den Linoleum-Rollen spielte. Die Enkelin von Heinrich Apel ließ sich zur Verkäuferin ausbilden und arbeitet heute noch im Betrieb.

Im Jahr 1988 zog die Firma um in die neue, 840 Quadratmeter große Halle in Bebra. Unterstützung beim Aufbau des Geschäfts in Bebra leistete Heinrichs Sohn Hartmut. Tapeten, Farben und Lacke kamen ins Sortiment.

Kaufkraft ging zurück

Knapp 20 Mitarbeiter hatte das Unternehmen zu der Zeit, darunter allein fünf Fußbodenverleger. Um die Ware unterzubekommen, vergrößerte Heinrich Apel die Halle in den Folgejahren um zwei Teilstücke.

Die Belegschaft verkleinerte sich seither auf ein gutes Dutzend. Mit dem Rückgang der Zahl an Bahnmitarbeitern in Bebra ging auch die Kaufkraft zurück, erklärt Apel.

Weil die Knie schmerzen, dreht Apel heute mit dem Elektroroller die Runde durch die Halle. Viel Platz ist da, auf dem die Mitarbeiter ihren Kunden Teppiche und Böden auf großer Fläche vorführen können. Im Obergeschoss fertigen Mitarbeiterinnen aus einer großen Stoff-Auswahl Gardinen an Nähmaschinen an. Wenn Heinrich Apel gefragt wird, wer einmal seine Nachfolge antritt, lacht er: „Ich mache das noch 21 Jahre.“

Ihr Jubiläum feiert die Firma Apel noch bis Freitag, 26. April, mit einer Rabatt-Aktion. (zmy)

Quelle: HNA

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