Die drei Kliniken im Kreis sollten zusammenarbeiten, fordert Pro Region Mittleres Fuldatal

„Fusion gefährdet Jobs“

Bebra/Rotenburg/Alheim/Morschen/Ludwigsau. Gegen Fusionsgespräche des Klinikums Bad Hersfeld mit dem Klinikum in Fulda und dem Alsfelder Krankenhaus wendet sich der Vorstand des Vereins Pro Region Mittleres Fuldatal. Er unterstützt den entsprechenden Appell von Bürgermeister Christian Grunwald und eine Resolution der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung.

Es gehe darum, dass nicht nur die Stadt Rotenburg für das HKZ und das Kreiskrankenhaus oder der Landkreis für das Klinikum in Bad Hersfeld signalisiere: „Wir haben eine gute Gesundheitsversorgung“, sondern es gehe darum, dass Arbeitsplätze im gesamten Landkreis erhalten werden und Kooperationen von Kliniken im Landkreis immer im Vordergrund zu stehen haben. „Wir sehen in der geplanten Klinikfusion die Gefahr einer deutlichen Schwächung unserer Gesundheitsregion“, erklärt der Vorsitzende des Vereins, der Alheimer Bürgermeister Georg Lüdtke.

Der Verein Pro Region unterstützt nicht nur die Resolution der Stadtverordnetenversammlung Rotenburgs zur geplanten Fusion, er will vielmehr eine solche Fusion verhindern.

Der Vorstand des Vereins erkennt zwar die Notwendigkeit zur zukunftssicheren Aufstellung des Klinikums Bad Hersfeld in einem unruhigen Gesundheitsmarkt an. Dieselbe Notwendigkeit bestehe jedoch auch für das Kreiskrankenhaus und das Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg. Die vielfältigen bereits bestehenden Kooperationen zwischen den drei Kliniken im Kreis legten nahe, landkreisintern über die Möglichkeiten einer Fusion zu sprechen.

Keine Parallelgespräche

Lüdtke stellt neben dieser Erwartung gemeinsam mit seinen Amts- und Vorstandskollegen Uwe Hassl und Christian Grunwald sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern klar heraus, dass sich Klinikum, Kreiskrankenhaus und Herz- und Kreislaufzentrum zunächst ausschließlich in Fusionsgespräche begeben sollten. „Parallelgespräche des Klinikums mit Alsfeld und Fulda auf der einen und den Rotenburger Kliniken auf der anderen Seite halten wir im Sinne unserer regionalen Interessen für nicht zielführend“, erklärt Lüdtke. Es dürfe keine Konkurrenz zwischen den Klinikstandorten Bad Hersfeld und Rotenburg geschaffen werden. Dies gefährde mehrere Tausend Arbeitsplätze in den drei Kliniken. Eine gemeinschaftliche Sicherung des Gesundheitssystems im Landkreis sollte das Ziel sein, erklärt Lüdtke.

Der Verein Pro Region versteht sich als Motor für die Region und zählt unter anderem Rotenburg, Bebra, Alheim, Morschen und Ludwigsau zu seinen Mitgliedern. Unter anderem hat der Verein die Marke „Vitalregion“ entwickelt und schon vier Vitaltage gemeinsam organisiert.

(red/ank)

Quelle: HNA

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