Eon-Mitte modernisiert Leitungen in Bebra und Rotenburg für über eine Viertelmillion Euro

Fit fürs Stromnetz der Zukunft

Freuen sich über mehr Versorgungssicherheit: Unser Bild zeigt von links Projektleiter Kurt Stang, Bebras Bürgermeister Horst Groß, den Leiter der Regio-Teams Peter Guse sowie Lothar Schumann vom Regio Team. Foto: zey

Bebra. Eon-Mitte modernisiert für 255 000 Euro das Stromnetz in der Gemarkung Bebra: Der regionale Energieversorger hat in den vergangenen Wochen die bisherige 20 000 Volt-Doppel-Freileitung, welche die Umspannwerksbereiche „UW Bebra“ und „UW Rotenburg“ verbindet, durch zwei Erdkabel ersetzt und nimmt diese in Kürze in Betrieb.

Gleichzeitig wurden Leerrohre für eine zukünftige Nutzung von Glasfaserleitungen verlegt. Am Donnerstag informierte sich Bebras Bürgermeister Horst Groß über den Stand der Bauarbeiten.

1800 Meter Erdkabel

„Wir investieren mit den beiden neuen Erdkabeln in die sichere Stromversorgung der nächsten Jahrzehnte“, erläutert der zuständige Projektleiter Kurt Stang. Insgesamt wurden 1800 Meter 20 000-Volt-ErdkabeI verlegt. Durch mehrere steuerbare Bohrungen musste der Wirtschafts- und Radweg auf einer Länge von 350 Metern zu keiner Zeit gesperrt werden. Auch der landwirtschaftliche Ernteeinsatz – unter anderem die Maisernte – wurde gewährleistet.

Nach Verlegung des Erdkabels wird dann die 1000 Meter lange Freileitung demontiert. Diese führt über die Kleingartenanlage „Schrebergarten Bebra“ im Fuldatal sowie über die Kläranlage und das Industriegebiet „Nord“ in Bebra. Bis auf die Demontage werden die Bauarbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der Abbau der Freileitung im Industriegebiet Bebra „Nord“ und damit der Wegfall von Schutzabständen zu der Stromleitung ermöglicht dabei für die ansässigen Betriebe, zukünftig einfacher Gebäudekomplexe auch in die Höhe zu erweitern.

„Das Erdkabel stärkt das Stromnetz und die Region“, betont Bürgermeister Horst Groß. Die Baumaßnahme sei in enger Abstimmung mit der Stadt Bebra sowie den Stadtwerken Bebra errichtet worden. Im Zuge der Arbeiten werden gleichzeitig Leerrohre für Lichtwellenleiterkabel mitverlegt. Über solche Glasfaserleitungen können später Steuersignale für das Stromnetz der Zukunft übertragen werden. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit dem zunehmenden Anschluss von dezentralen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von Bedeutung.

Mehr Versorgungssicherheit

Die Erdkabel seien hinsichtlich der Versorgungssicherheit gegenüber der Freileitungstrasse insbesondere bei Gewitter und Sturm weniger beeinträchtigt. Leitungsstörungen durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste oder Blitzeinschläge wären damit praktisch ausgeschlossen.

Auch der Aufwand für Instandhaltung und Wartung werde verringert. Durch die Demontage der Freileitung profitiere damit nicht nur das Landschaftsbild, gleichzeitig werde die Versorgungssicherheit durch die künftige Nutzung des Erdkabels erhöht. (zey)

Quelle: HNA

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