Keine Möglichkeit für Weiterbetrieb

Aus fürs marodes Dorfgemeinschaftshaus in Ronshausen

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Eröffnung: Dieses Foto entstand am Tag der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses am 9. August 1953. Damals stand das Haus noch etwas abgelegen am Dorfrand.

Ronshausen. Für das Dorfgemeinschaftshaus Ronshausen einschließlich der Sauna sieht der Gemeindevorstand keine Möglichkeit, die Immobilie in bisheriger Form weiter zu betreiben.

Es müssten aufwendige Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden – diese seien jedoch bei der aktuellen Haushaltslage nicht finanzierbar, erklärte Bürgermeister Markus Becker in der Sitzung des Gemeindeparlamentes auf eine Anfrage der SPD-Fraktion.

„Ein Betrieb von zwei Bürgerhäusern in einem Ortsteil kann der Kommunalaufsicht aufgrund der finanziellen Situation unserer Gemeinde nicht plausibel vermittelt werden“, sagte Becker. Einer Wiederaufnahme des Betriebs der Sauna könne der Gemeindevorstand nicht zustimmen, da diese seit über einem halben Jahr stillgelegt sei und die Sicherheit der Nutzer nicht mehr gewährleitet werden könne.

„Im Herbst wurde die Heizungsanlage aufgrund stark erhöhter Abgaswerte vom Schornsteinfeger stillgelegt – nur durch behelfsmäßige Reparaturen konnte sie für den kommenden Winter wieder in Betrieb genommen werden“, sagte Becker. Dies sei erforderlich, um die Feuerwehr sowie das DRK-Vereinsheim mit Wärme zu versorgen.

Der Gemeindevorstand spreche sich für die heizungstechnische Abtrennung des Feuerwehrgerätehauses und des DRK-Heimes vom Hauptgebäude aus und empfehle, die Grundstücke zu trennen und die Immobilie mit Restgrundstück zu verkaufen. Die Verbindungsstraße zwischen Steinweg und Gutenbergstraße müsse als Feuerwehrausfahrt aber zwingend im Besitz der Gemeinde bleiben.

Für den Seniorenbeirat, der zurzeit noch ein Zimmer im Obergeschoss als „Seniorenstübchen“ nutze, müsse eine Alternative gesucht werden. Becker bat hierfür um Vorschläge.

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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