Führungsunterstützungsbataillon 286 hat neuen Kommandeur

Ein Neuer für den Schluss

Rotenburg. Zwei Jahre war Oberstleutnant Uwe Reinhardt Kommandeur der Führungsunterstützer in Rotenburg – zwei Jahre, die von der Entscheidung überschattet wurden, den Verband aufzulösen und die Alheimer-Kaserne zu schließen.

Sie fiel eine Woche, nachdem Reinhardt das Kommando übernommen hatte: „Es war kein Geschenk, damit einen Verband zu übernehmen“, sagte Reinhardt nun bei seinem Abschied.

Zur Übergabe des Kommandos an Oberstleutnant Lando Pietsch trat das Führungsunterstützungsbataillon 286 noch einmal auf dem Exerzierplatz an. Wo zu Zeiten der Panzergrenadiere der Platz knapp war, wirkten die angetretenen Soldaten und die Ehrenformation mit dem Heeresmusikkorps 2 etwas verloren. Seit 2011 sind allein die Führungsunterstützer um 200 Soldaten geschrumpft.

Reinhardt hat gelernt, den Mangel zu verwalten. Jede dritte Waffe, jedes vierte Fahrzeug und die Hälfte der Anhänger hat der Verband abgegeben; Einrichtungen wie das Kasino wurden geschlossen. Schwerer als Materialfragen wiegt für Reinhardt aber die Ungewissheit seiner Soldaten. „Viele von Ihnen warten auf die endgültige Entscheidung zur weiteren Verwendung und damit auf die Entscheidung zur weiteren Ausgestaltung Ihres Lebens“, rief der scheidende Chef den Soldaten zu.

Perspektive für die Soldaten

Den Männern und Frauen unter seinem Kommando eine Perspektive zu geben, wird auch für Reinhardts Nachfolger eine wichtige Aufgabe sein. Pietsch weiß, was häufige Neustationierungen von Soldatenfamilien verlangen. Seine Frau und seine beiden Kinder bleiben deshalb in Lippstadt, erzählt Pietsch, der seinen Dienst vor 20 Jahren angetreten hat. Zuletzt war er im Verteidigungsministerium in Bonn, und wie Reinhardt, der Anfang dieses Jahres in Mazar-e Sharif war, hat auch Pietsch einen Einsatz in Afghanistan hinter sich.

Quelle: HNA

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