Die Gemeinde Alheim hebt die Gebühren für Gräber und Trauerfeiern deutlich an

Friedhöfe werden teurer

Trauerhalle in Heinebach: Trauerfeiern werden künftig in allen Alheimer Ortsteilen einheitlich mit 125 Euro abgerechnet. Höhere Tarife für die großen Hallen wurden abgelehnt. Foto: Janz

Alheim. Die Gemeinde Alheim erhöht ihre Friedhofsgebühren – und zwar deutlich. Das Erwachsenengrab kostet ab 1. Januar 840 Euro. Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zur bisherigen Gebühr von 350 Euro.

Die neue Gebührensatzung haben die Gemeindevertreter in dieser Woche mit großer Mehrheit verabschiedet. „Es ist an der Zeit, dass wir an die Gebühren rangehen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Aschenbrenner. Die letzte Gebührenerhöhung war 2005; damals legte die Gemeinde ihrer Friedhofssatzung das Ziel einer 60-prozentigen Kostendeckung zugrunde.

Jetzt sollen die Kosten für Trauerfeiern und Beerdigungen vollständig über die Gebühren abgerechnet werden. Die Kommunalaufsicht werde von den Gemeinden die 100-prozentige Kostendeckung der Friedhöfe verlangen, sagte Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD): „Wir gehen nur unserer Verpflichtung nach, den Haushalt zu konsolidieren.“

„Gebühren sind immer auch eine politische Entscheidung“, hielt der CDU-Chef Dieter Schönborn entgegen. Seine Fraktion schlug deshalb vor, die Grabkosten auf 700 Euro lediglich zu verdoppeln. Damit konnte sie sich gegen die Mehrheit der SPD aber nicht durchsetzen.

Dabei gab auch Aschenbrenner zu, dass es eine drastische Erhöhung sei: „Das ist ein gewaltiger Schlag.“ Dennoch sprach sich seine Fraktion geschlossen dafür aus, die Erhöhung auf einmal zu machen. Aschenbrenner verwies außerdem darauf, dass die Kosten für Beerdigung und Grab über eine günstige Sterbegeldversicherung abgesichert werden könnten.

Gleiche Gebühren für alle

Einigkeit bestand zwischen den Gemeindevertretern hingegen darüber, dass die Kosten für Trauerfeiern in allen Ortsteilen gleich sein sollten. In der Beschlussvorlage war noch vorgesehen, dass die Nutzung der beiden großen Trauerhallen in Heinebach und Baumbach künftig teurer sein sollten als in den kleinen Hallen auf den übrigen Friedhöfen.

Doch das sei nicht gerecht, da die Heinebacher und Baumbacher keine Ausweichmöglichkeit hätten, sagte Aschenbrenner. Deshalb schlug die SPD eine einheitliche Gebühr für Trauerfeiern in Höhe von 125 Euro vor.

Auch die CDU konnte sich mit einem Änderungsantrag durchsetzen: Nun gelten am Freitag für die Friedhofsmitarbeiter die gleichen regulären Arbeitszeiten wie an den übrigen Arbeitstagen unter der Woche. Erst bei Beerdigungen nach 15.30 Uhr sowie an den Wochenenden werden Zuschläge fällig.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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